Geheimtreffen! Profitiert Björn Höcke vom Austritt Frauke Petrys?

Frauke Petry (42) verlässt die AfD und hier symbolisch die Bundespressekonferenz.
Frauke Petry (42) verlässt die AfD und hier symbolisch die Bundespressekonferenz.  © DPA

Berlin - Der Austritt von Frauke Petry aus der Alternative für Deutschland hat die vergangenen Tage beherrscht (TAG24 berichtete) Ein Politiker der AfD, der zuletzt in Ungnade gefallen war, könnte zum großen Nutznießer werden.

Laut Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR soll das Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen Redner Björn Höcke ins Leere laufen. Der Thüringer Landeschef steht damit kurz vor der Rehabilitation.

Schon am Montag, dem Tag des Petry-Bebens, als die Bundespressekonferenz verließ (TAG24 berichtete), sollen Höcke, Alice Weidel und Alexander Gauland sich zu einem geheimen Treffen in einem Berliner Hotel verabredet haben. Insidern zufolge wurde dort besprochen, Höcke und den rechten Parteiflügel zu stärken und bei der Postenverteilung nicht unberücksichtigt zu lassen.

Das Parteiausschlussverfahren, das zunächst vor dem Thüringer Landesschiedsgericht behandelt wird könnte einfach ins Nichts verlaufen. Die nächste Station wäre der AfD-Bundesvorstand, der kein Interesse haben soll, das Verfahren fortzusetzen.

Mit seinen radikalen geschichtspolitischen Aussagen hatte Höcke bei einer Rede vorm Ballhaus Watzke in Dresden für Wirbel gesorgt (TAG24 berichtete).

Der angeregte Parteiausschluss des Politikers war maßgeblich von Frauke Petry mitinszeniert worden. Durch ihren Abgang haben sich die Machtverhältnisse in der AfD geändert. Laut Alexander Gauland sollen bis zu 30 Prozent der Mitglieder klar pro Höcke votieren.

Björn Höcke (45) muss wohl nicht mit dem Partei-Rauswurf rechnen.
Björn Höcke (45) muss wohl nicht mit dem Partei-Rauswurf rechnen.  © DPA

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