Al-Kaida soll Terroranschläge auf deutschen Bahnverkehr planen

Das schwere Zugunglück 2016 in der Nähe von Bad Aibling dient den Terroristen als "Vorbild". Damals sind zwölf Menschen ums Leben gekommen.
Das schwere Zugunglück 2016 in der Nähe von Bad Aibling dient den Terroristen als "Vorbild". Damals sind zwölf Menschen ums Leben gekommen.  © Peter Kneffel/dpa

Berlin - Nach Auswertung von jüngsten Al-Kaida-Publikationen hält das Bundeskriminalamt (BKA) Terrorattacken auf den Bahnverkehr für möglich.

"Anschläge auf den Zugverkehr durch Sabotage der Eisenbahnschienen scheinen in den Gedankenspielen dschihadistischer Gruppierungen einen immer größeren Platz einzunehmen", sagte ein BKA-Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bereits im Juli sei in einem Internetforum, das dem Islamischen Staat (IS) nahe stehe, erörtert worden, Züge in Europa zum Entgleisen zu bringen. "Hier wurde das schwere Zugunglück von Bad Aibling im Jahr 2016 als erstrebenswertes Ziel angeführt", erklärte das BKA. Konkrete Hinweise auf geplante Anschläge und Deutschlandbezüge lägen aber nicht vor.

Der CDU-Innenpolitiker Ansgar Heveling erläuterte, "dass derartige Attentatsszenarien in den Überlegungen der Dschihadisten offensichtlich weit nach vorne gerückt sind". Weil die Terroristen inzwischen kein "Märtyrertum" mehr erwarteten, könnten sie möglicherweise auch die Tätergruppe ausweiten, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses den Funke-Zeitungen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa


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