Hier kommt Angela Merkel von einem Treffen mit Terror-Opfern

Angela Merkel verlässt nach ihrem Treffen mit den Terror-Opfern das Bundeskanzleramt.
Angela Merkel verlässt nach ihrem Treffen mit den Terror-Opfern das Bundeskanzleramt.  © DPA

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Angehörigen von Opfern des Berliner Terroranschlags vor einem Jahr nach massiver Kritik bessere Unterstützung versprochen. Fast auf den Tag ein Jahr nach dem Anschlag traf sich Merkel am Montag im Kanzleramt mit Hinterbliebenen von Opfern sowie Verletzten des Anschlags. Die Begegnung dauerte rund drei Stunden und damit eine Stunde länger als geplant.

Im Herbst 2018 ist ein Folgetreffen geplant, wie Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei der Begegnung ankündigte. Dabei soll demnach berichtet werden, was die Bundesregierung bis dahin an notwendigen Änderungen umgesetzt habe. An dem Treffen am Montagnachmittag hatten etwa 80 Opfer und Angehörige teilgenommen.

In einem offenen Brief hatten Angehörige der Opfer Merkel Untätigkeit und politisches Versagen vorgeworfen. Sie beklagten außerdem Bürokratie-Wirrwarr und zeigten sich verbittert, dass Merkel weder persönlich noch schriftlich kondoliert habe.

Der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kut Beck, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Hinterbliebenen und Verletzten des Anschlags hätten sich bei dem Treffen mit Merkel "aufgenommen" gefühlt. Beck sprach von "sehr intensiven" Gesprächen. "Es war sehr gut, dass die Kanzlerin das gemacht hat, das hat zur Entspannung geführt." Der Berliner Opferbeauftragte Roland Weber sagte der dpa, Merkel sei von Tisch zu Tisch gegangen und sei auf jeden individuell eingegangen. Sie habe sich Notizen gemacht und habe die Anliegen der Betroffenen aufgenommen. Das sei positiv bewertet worden.

Merkel hatte betont, es sei ihr "sehr wichtig", sich mit den Hinterbliebenen zu treffen. "Ich weiß, dass einige sich ein solches Treffen früher gewünscht hätten", sagte die Kanzlerin. "Mir ist wichtig, dass ich heute noch einmal deutlich mache, wie sehr wir mit den Angehörigen und mit den Verletzten fühlen, wie sehr wir auch Dinge verbessern wollen."

Auch Kurt Beck, Opferbeauftragte der Bundesregierung, nahm an dem Treffen teil.
Auch Kurt Beck, Opferbeauftragte der Bundesregierung, nahm an dem Treffen teil.  © DPA

Titelfoto: DPA


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