Bundestagswahl 2017: So viele Sachsen haben bisher gewählt

In Sachsen macht sich bei trüben Wetter am Vormittag weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten auf den Weg zum Wahllokal.
In Sachsen macht sich bei trüben Wetter am Vormittag weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten auf den Weg zum Wahllokal.  © DPA

Kamenz- In Sachsen haben zur Bundestagswahl am Sonntag bis Mittag 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit lag die Beteiligung nur leicht über der zur vorherigen Bundestagswahl 2013 (26,9 Prozent). Aus anderen Bundesländern wurde eine deutlicher gestiegene Wahlbeteiligung bis zum Mittag gemeldet.

Im Regierungsbezirk Chemnitz war die Beteiligung mit 28,6 Prozent am höchsten. In Dresden lag sie bei 26,9 Prozent, in Leipzig bei glatt 25 Prozent. Die abgegebenen Stimmen der Briefwähler sind dabei noch nicht berücksichtigt. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

In Sachsen sind knapp 3,4 Millionen Bürger wahlberechtigt. Sie können in 16 Wahlkreisen ihre Stimme abgeben. Insgesamt gibt es 424 Wahlkreis-Gemeinden, Dresden und Leipzig sind jeweils auf zwei Wahlkreise aufgeteilt. Der kleinste Wahlbezirk hat 67 Wahlberechtigte und befindet sich in Lampertswalde bei Meißen.

In anderen Bundesländern ist die Beteiligung an der Bundestagswahl gestiegen.
In anderen Bundesländern ist die Beteiligung an der Bundestagswahl gestiegen.  © DPA

Der größte ist mit 2400 Wahlberechtigten Zittau. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte in diesem Jahr per Briefwahl votiert.

In diesem Jahr sind im Freistaat 17 Parteien zur Wahl zugelassen. Auf den Wahlscheinen stehen sie in der Reihenfolge: CDU, Die Linke, SPD, AfD, Grüne, NPD, FDP, Piratenpartei Deutschland, Freie Wähler, Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo), Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), Bündnis Grundeinkommen (BGE), Demokratie in Bewegung (DiB), Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Die Partei, Tierschutzpartei und Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.

Die Wahl der Landeslisten erfolgt über die Zweitstimme. Die Erststimme entscheidet über die Direktmandate in den Wahlkreisen. Zur Wahl 2013 hatte die CDU wie schon beim vorherigen Urnengang alle Direktmandate gewonnen. Über die Zweitstimme erhielt die Union 42,6 Prozent. Auf den Plätzen folgten die Linke mit 20 Prozent und die SPD mit 14,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag 2013 bei 69,5 Prozent.

Die AfD lud am Samstag schonmal vorsorglich zu einer Pressekonferenz der "Landesgruppe Sachsen der AfD-Bundestagsfraktion" nach Leipzig ein. Dabei soll es auch um Auswirkungen der Bundestagswahl auf den AfD-Landesverband gehen. Der Partei werden in Sachsen Chancen auf ein Ergebnis jenseits der 20 Prozent eingeräumt.

Update 14.48 Uhr:

Die vorläufige Wahlbeteiligung im Freistaat Sachsen lag um 14.00 Uhr bei insgesamt 39,3 Prozent. Darunter Dresden mit 39,6 Prozent, Chemnitz mit 41,1 Prozent und Leipzig mit 36,5 Prozent.

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