Linke zweitstärkste Kraft: So wählten die Berliner

Auch in Berlin müsste die SPD Stimmen einbüßen und landete auf dem dritten Platz.
Auch in Berlin müsste die SPD Stimmen einbüßen und landete auf dem dritten Platz.  © DPA

Berlin - Nach den herben Verlusten bei der Bundestagswahl und der Niederlage beim Volksentscheid über die Zukunft des Flughafens Berlin-Tegel berät sich Rot-Rot-Grün im Koalitionsausschuss um 14.00 Uhr.

Die Wähler in Berlin hatten bei der Bundestagswahl am Sonntag die großen Parteien und den rot-rot-grünen Senat abgestraft. Von der Schwäche von CDU und SPD konnten die kleineren Parteien FDP und AfD profitieren und ihren Stimmenanteil jeweils mehr als verdoppeln.

Zum dritten Mal in Folge ging die Berliner CDU als stärkste Kraft aus der Bundestagswahl hervor - wenn auch mit 22,7 Prozent auf niedrigem Niveau. Die Christdemokraten verloren nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis des Bundeswahlleiters um 5,8 Punkte.

Freude bei den Bundesvorsitzenden der Partei Die Linke: Bernd Riexinger und Katja Kipping.
Freude bei den Bundesvorsitzenden der Partei Die Linke: Bernd Riexinger und Katja Kipping.  © DPA

Die Hauptstadt-SPD sackte mit 17,9 Prozent ebenfalls auf ein historisches Tief. Damit landete sie erstmals auf Platz 3 knapp hinter den Linken mit 18,8 Prozent (2013: 18,5).

Die Grünen kamen auf 12,6 (12,3) und ließen damit knapp die AfD hinter sich. Die rechtspopulistische Partei konnte sich mit 12,0 Prozent nach 4,9 Prozent in 2013 mehr als verdoppeln. Im Bund konnte die AfD sogar Platz 3 erobern.

In den Ost-Berliner Wahlkreisen Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick lagen die Rechtspopulisten nach der starken Linken (26,1) mit 21,6 Prozent sogar auf Platz 2 bei den Zweitstimmen.

Die FDP profitierte mit 8,9 Prozent (+5,3 Prozent) von dem von ihr initiierten und vorangetriebenen Volksentscheid zu Tegel.

Die drei Oppositionsparteien CDU, FDP und AfD wollen Tegel weiterbetreiben, weil der BER aus ihrer Sicht bereits bei seiner Eröffnung zu klein für die steigenden Passagierzahlen ist.

Titelfoto: DPA


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