Abgas-Affäre: Verkehrsminister Scheuer macht Druck bei Diesel-Umrüstung

Berlin - Es scheint sich endlich was zu tun in Sachen Umrüstung älterer Diesel mit besserer Abgas-Software: Rund 1,6 Millionen Autos befänden sich in der Nachrüstung, stünden kurz davor oder seien eingeplant.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (43, CSU) sieht Fortschritte bei der Diesel-Umrüstung. (Bildmontage)
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (43, CSU) sieht Fortschritte bei der Diesel-Umrüstung. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Diese Zahlen beziehen sich auf die von den Herstellern zugesagten freiwilligen Software-Updates, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (43, CSU) am Mittwoch in Berlin zur DPA.

Scheuer forderte die Konzerne dennoch zu mehr Tempo auf: "Da ist noch Luft nach oben, also: Zeitdruck."

Die deutschen Autobauer hatten im Kampf für bessere Luft in Städten zugesagt, bis Jahresende insgesamt 5,3 Millionen Diesel umzurüsten – darunter sind 2,5 Millionen VW, aus denen eine illegale Software entfernt werden muss.

Bei dieser verpflichtenden Rückrufaktion von VW sind bisher 96 Prozent der Fahrzeuge umgerüstet worden, so der Minister.

Bei den anderen, freiwilligen Umrüstungen hatte Scheuer die Konzerne dazu aufgefordert, bis zum 1. September die Software-Entwicklung für die Updates abzuschließen (TAG24 berichtete).

Der Minister sprach sich außerdem erneut gegen sogenannte Hardware-Nachrüstungen aus, also umfangreiche Nachrüstungen direkt am Motor.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

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