Nach 24-Stunden-Streik der BVG: Busse und Bahnen rollen wieder durch Berlin

Berlin - Nach einem eintägigen Warnstreik fahren die Busse und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wieder.

Pünktlich um drei Uhr begann der Streik der BVG.
Pünktlich um drei Uhr begann der Streik der BVG.  © DPA

"Um 3 Uhr wurde der Warnstreik beendet", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt am frühen Dienstagmorgen.

Der Betrieb solle nach Angaben der Gewerkschaft relativ schnell wieder normal laufen.

Am Montag standen U-Bahnen, Straßenbahnen sowie die meisten Busse in der Hauptstadt still. Dies sorgte in der Stadt für erhebliche Verkehrsbehinderungen (TAG24 berichtete). Mit dem dritten Warnstreik wollten die Beschäftigten den Druck in der laufenden Tarifrunde erhöhen.

Verdi und der Beamtenbund fordern für die rund 14.500 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport deutliche Einkommensverbesserungen.

Am Donnerstag sollen die Tarifverhandlungen nach Gewerkschaftsangaben fortgesetzt werden.

Graffiti verursachen weitere Ausfälle

Update, 11 Uhr

Wie die BVG am Dienstag mitteilte, wurden während des ganztägigen Streiks 140 Wagen mit Graffiti beschmiert. Dabei handelt es sich nach Aussage der Berliner Verkehsbetriebe um ein Zehntel der U-Bahnflotte.

Die Graffiti führten einen Tag nach dem Warnstreik zu verkürzten Zügen und längeren Wartezeiten auf einigen Linien, wie es hieß.

Am Dienstag fuhren nach Angaben der BVG 65 besprühte U-Bahnen, die restlichen hätten aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden können.

"Aufgrund der hohen Anzahl nicht einsetzbarer Fahrzeuge kommt es aktuell vor allem auf den Linien U2, U3, U6, U7, U8 und U9 zu längeren Wartezeiten und verkürzten Zügen", heißt es weiter in der Mitteilung.

75 U-Bahnen der Flotte müssen nun in die Werkstatt, um die Schäden zu beheben. Für gewöhnlich werden Fahrzeuge mit Graffiti nicht in den Einsatz geschickt.

Für die Dauer der Reinigungsarbeiten an den Bahnen werde es daher auch noch in den nächsten Tagen zu Einschränkungen kommen.

Titelfoto: DPA

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