Sprint-Queen Kristina Vogel rast zum Titel

Kristina Vogel mit ihrer Goldmedaille.
Kristina Vogel mit ihrer Goldmedaille.  © DPA

Berlin - Kristina Vogel ist unter dem großen Jubel der Berliner Radsport-Fans beim Bahn-Heimspiel souverän zum Europameistertitel im Keirin gerast und hat damit aus deutscher Sicht für den Höhepunkt am erfolgreichen dritten Tag gesorgt.

Denn zuvor hatte es am Samstag bereits nahezu in jedem Rennen Edelmetall gegeben: Silber für Joachim Eilers (Chemnitz) im 1000-Meter-Zeitfahren sowie jeweils Bronze für Maximilian Beyer (Irschenberg) im Punktefahren und Domenic Weinstein (Villingen) in der 4000-Meter-Einerverfolgung.

Überstrahlt wurde aber alles von Sprint-Queen Vogel - mal wieder. Die 26 Jahre alte Ausnahmefahrerin war von der ersten Runde bis zum Finale eine Klasse für sich und holte sich zum zweiten Mal nach 2014 den EM-Titel im Keirin. Für die ehrgeizige Erfurterin kam der Erfolg einer Erleichterung gleich, nachdem sie mit Miriam Welte zum Auftakt den Titel im Teamsprint verpasst hatte.

"Plan erfüllt, ich habe meine Goldmedaille. Es lastete schon großer Druck auf meinen Schultern", sagte Vogel.

Es fehlte nicht viel, dann hätte auch Eilers im 1000-Meter-Zeitfahren den Titel gewonnen. Nur 33 Tausendstelsekunden fehlten dem Chemnitzer bei einer Zeit von 1:00,733 Minuten auf den niederländischen Sieger Jeffrey Hoogland. "Das sind nur ein paar Zentimeter, das ist verdammt bitter", sagte Eilers und ergänzte: "Das ist jetzt meine dritte Silbermedaille in dieser Disziplin. Ich habe noch eine Rechnung offen."

Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme im Vorfeld sei er aber noch ein Stück von seiner Bestform entfernt.

Joachim Eilers jubelt über Silber im 1000-Meter-Zeitfahren.
Joachim Eilers jubelt über Silber im 1000-Meter-Zeitfahren.  © DPA

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