Verfolgungsjagd endet für unbeteiligte Frau mit dem Tod: Landgericht will Urteil verkünden

Berlin - Ein Jahr nach dem Tod einer unbeteiligten Frau bei einer Verfolgungsjagd in Berlin-Charlottenburg will das Landgericht der Hauptstadt am Donnerstag (14.30 Uhr) das Urteil für den Fahrer des Fluchtwagens verkünden.

Die Verfolgungsjagd. (Symbolbild)
Die Verfolgungsjagd. (Symbolbild)  © 123RF

Die Richter müssen entscheiden, ob sich der 28-Jährige des Mordes oder der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht hat.

Die 22 Jahre alte Studentin schob ihr Fahrrad auf dem Bürgersteig, als sie am 6. Juni 2018 von dem Auto erfasst wurde. Sie starb noch am Unfallort.

Ein 18-jähriger Beifahrer des Angeklagten starb wenig später.

Der aus Serbien stammende 28-Jährige sowie zwei 18- und 14-jährige Insassen waren laut Anklage nach einem Diebstahl auf der Flucht vor der Polizei.

An einer für ihn roten Ampel habe der Angeklagte mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit einen Unfall mit weiteren Autos verursacht und dabei die Fußgängerin tödlich erfasst.

Der Staatsanwalt war nach sechsmonatigem Prozess vom Vorwurf des Mordes abgerückt. Er forderte unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eine Strafe von acht Jahren und vier Monaten Gefängnis.

Für die Familie der Getöteten verlangten die Anwälte der Nebenklage einen Schuldspruch wegen Mordes. Die Verteidiger plädierten auf fahrlässige Tötung.

Die Polizei stoppte den Man an der Kreuzung Markgrafenstraße Ecke Leipziger Straße, wo er ein Auto der Beamten rammte. (Symbolbild)
Die Polizei stoppte den Man an der Kreuzung Markgrafenstraße Ecke Leipziger Straße, wo er ein Auto der Beamten rammte. (Symbolbild)  © 123RF

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