"Besser als ihr Ruf"! CSU-Politiker Dobrindt glaubt an die GroKo

Berlin - Ungeachtet der absehbaren Veränderungen an der Spitze der CDU nach dem Parteitag in Hamburg am 7./8. Dezember will CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (48), dass die GroKo bis Ende der Legislaturperiode regiert.

Wird die Berliner GroKo um Kanzlerin Angela Merkel (64, CDU), Innenminister Horst Seehofer (69, CSU) und Finanzminister Olaf Scholz (60, SPD) bis 2021 weiterregieren?
Wird die Berliner GroKo um Kanzlerin Angela Merkel (64, CDU), Innenminister Horst Seehofer (69, CSU) und Finanzminister Olaf Scholz (60, SPD) bis 2021 weiterregieren?  © dpa/Wolfgang Kumm

Er habe ein großes Interesse daran, dass diese Koalition bis 2021 arbeitsfähig regiere, sagte der Ex-Verkehrsminister am Dienstag in Berlin.

"Wir brauchen keinen Neustart. Diese Koalition ist besser als ihr Ruf." Es gehe vielmehr um die Frage, wie man jetzt die Zusammenarbeit organisiere.

Die anstehende Neubesetzung des CDU-Vorsitzes werde sich sicherlich auch auf die Arbeit der Koalition auswirken.

Zu Personalveränderungen innerhalb der CSU wollte sich Dobrindt nicht äußern. Es bleibe bei dem bekannten Fahrplan.

Die Aufarbeitung der Bayernwahl von Mitte Oktober werde zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen, mit inhaltlichen und personellen Konsequenzen. Ein Sonderparteitag sei ihm nicht bekannt.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (48) wünscht sich die GroKo bis zum Ende der Legislaturperiode 2021.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (48) wünscht sich die GroKo bis zum Ende der Legislaturperiode 2021.  © dpa/Carsten Rehder

Dobrindt wandte sich gegen Vorwürfe, es könne mit den absehbaren personellen Veränderungen in der Union zu einem Rechtsruck kommen, so wie dies der niedersächsische SPD-Ministerpräsident Stephan Weil (59) geäußert hatte (TAG24 berichtete).

Die CSU habe sowohl Wähler an die AfD verloren als auch an die Grünen, wenn sie jetzt versuche, diese Wähler wieder an sich zu binden, sei das weder ein Rechts- noch ein Linksruck. Vielmehr versuche man, verlorenes Terrain wieder gutzumachen.

Mit Blick auf die Konkurrenz seitens der Grünen sagte Dobrindt, es gebe "Ideologie-Grüne" und "Lebensgefühl-Grüne". Die letzteren gehörten auch zum bürgerlichen Spektrum.

Die CSU müsse ihr ökologisches Profil wieder schärfen. Bewahrung der Schöpfung, Umwelt- und Klimaschutz gehörten zum Selbstverständnis der Christlichen Union. Dabei die Grünen zu kopieren, "ist die dümmste Idee, die man dabei haben kann". Das versuche seit Jahren schon die SPD.

Titelfoto: dpa/Carsten Rehder

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