Riesen-Klima-Demonstration in Berlin: Veranstalter spricht von 270.000 Menschen

Berlin - Mit unterschiedlichsten Aktionen wollen am Freitag in Berlin Tausende Menschen für mehr Klimaschutz demonstrieren.

Teilnehmer versammeln sich zur Demo vor dem Brandenburger Tor.
Teilnehmer versammeln sich zur Demo vor dem Brandenburger Tor.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Zur voraussichtlich größten Demonstration verschiedener Bündnisse unter dem Motto "Alle fürs Klima" erwarten die Veranstalter 10.000 Teilnehmer.

Sie startet und endet am Brandenburger Tor. Geplant sind außerdem ein Fahrrad- und ein Schiffskorso, mehrere weitere Demonstrationen sowie ein Party-Protestzug der Berliner Clubbetreiber am Nachmittag.

Mehrere Gruppen wie Extinction Rebellion planen außerdem Straßenblockaden, um den Verkehr zeitweise lahmzulegen. Nahe des Kanzleramtes wurde ein Protestcamp mit Zelten aufgebaut.

Bundesweit sind am Freitag anlässlich eines Klimastreiks nach Angaben der Bewegung Fridays for Future mehr als 530 Demonstrationen geplant. Auch in vielen anderen Staaten gibt es Streik- und Protestaufrufe.

Das Klimakabinett, ein Ausschuss der Bundesregierung, will an dem Tag seine Strategie für mehr Klimaschutz in Deutschland vorlegen.

Update, 17.40 Uhr:

Nach der Großdemonstration rund um das Brandenburger Tor hat sich in Berlin am Freitagnachmittag eine weitere Klimademo in Gang gesetzt: Am Potsdamer Platz startete gegen 17 Uhr eine Art Party-Protestzug mit einigen Tausend Teilnehmern, zu dem die Berliner Clubbetreiber aufgerufen hatten.

Begleitet von Techno-Beats, die von mehreren Lautsprecherwagen wummerten, zogen die Demonstranten Richtung Alexanderplatz. Die Feierlaune wollten sich die Teilnehmer trotz Sorgen um das Weltklima sichtlich nicht nehmen lassen. Das Motto der Demo lautete: "No Future, no Dancefloor".

Update, 15. 20 Uhr:

Unfassbar! Die Veranstalter haben mitgeteilt, dass mittlerweile rund 270.000 Menschen in Berlin demonstrieren sollen. "Krass. Wir sind keine „ungeduldigen jungen Menschen“, wie Frau Merkel gerade sagt. Sondern eine Gesellschaft, die sich wie nie zuvor aufmacht und echte Klimapolitik einfordert", schreibt Luisa Neubauer von "Fridays for Future" auf Twitter.

Update, 13.11 Uhr

Zu der großen Klimademo rund um das Brandenburger Tor in Berlin haben sich nach Angaben der Veranstalter 80 000 Menschen versammelt. Diese Zahl nannte eine Sprecherin des Bündnisses am Freitagmittag auf einem Podium vor den Demonstranten.

Zuvor hatte das Bündnis «Fridays for Future» getwittert: "#AlleFürsKlima in Berlin wird riesig - obwohl noch viele unterwegs sind, sind wir jetzt schon Zehntausende vor dem Brandenburger Tor." Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zur Teilnehmerzahl.

Rund um das Wahrzeichen im Herzen Berlins sind die Straßen voller Menschen. Wegen des großen Andrangs halten bis auf weiteres keine S-Bahnzüge mehr an der Station Brandenburger Tor, teilte die Leitstelle mit. Gegen 13.00 Uhr sollte sich ein Demonstrationszug durch Teile der Innenstadt und des Regierungsviertels in Bewegung setzen.

Während Politiker verhandeln, demonstrieren Tausende vor dem Brandenburger Tor.
Während Politiker verhandeln, demonstrieren Tausende vor dem Brandenburger Tor.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Drei Demonstranten stehen unter einem Galgen mit einem Seil um den Hals auf Eisblöcken.
Drei Demonstranten stehen unter einem Galgen mit einem Seil um den Hals auf Eisblöcken.  © Tom Weller/dpa

Union und SPD erzielen Durchbruch bei Klima-Verhandlungen

Update, 12.20 Uhr

Die Marathonsitzung im Bundeskanzleramt hat ein Ende. Seit dem frühen Donnerstagabend hatten die Spitzen der Koalition darüber beraten, wie Deutschland die Klimaziele 2030 schaffen kann. Jetzt wurde ein Durchbruch bei den Klima-Verhandlungen erzielt.

Update, 11 Uhr

Die ersten Demonstranten sind auf dem Weg zum Brandenburger. Dort beginnt um 12 Uhr die große Demo.

Update, 10.38 Uhr

Geschätzt 200 Menschen beteiligten sich am Morgen an einem Fahrradkorso vom Ernst-Reuter- Platz in Charlottenburg in Richtung Innenstadt. Im morgendlichen Berufsverkehr auf den umliegenden Straßen kam es daraufhin zu Behinderungen und Staus. Vor dem Kanzleramt, wo die Koalition am Morgen weiter über ein Klimapaket für Deutschland verhandelte, versammelten sich einige Dutzend vornehmlich junge Demonstranten.

An der Kreuzung Holzmark-/Alexanderstraße nahe der Jannowitzbrücke in Mitte blockierten Aktivisten kurzzeitig eine Kreuzung mit Absperrband - als die Polizei kurze Zeit später eintraf, war die Aktion schon wieder beendet. Auf einer Überführung über die Stadtautobahn 100 in Tempelhof brachten Umweltschützer kurzzeitig ein Banner an: "Saubere Autos sind ein dreckige Lüge", stand darauf. Am Kottbusser Tor blockierten Fahrradfahrer den Kreisverkehr.

Demonstranten halten ein Banner "Rückkehr der Klimakanzlerin?!" beim Treffen des Koalitionsausschuss im Kanzleramt.
Demonstranten halten ein Banner "Rückkehr der Klimakanzlerin?!" beim Treffen des Koalitionsausschuss im Kanzleramt.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 9.11 Uhr

Da ist auch schon die erste Straßenblockade. Ein Video auf Twitter zeigt, wie die Gruppe Extinction Rebellion eine Absperrung an der Holzmarktstraße errichtet.

Update, 8.45 Uhr

Mit einem Fahrrad-Korso haben am Freitagmorgen in Berlin die Demonstrationen für mehr Klimaschutz begonnen. Aktivisten fuhren gegen 07.45 Uhr vom Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg in Richtung Innenstadt los. Zu dem Korso hatte unter anderem die Gruppe Ende Gelände aufgerufen, die einen sofortigen Kohleausstieg fordert.

 Teilnehmer der Fahrrad-Demonstration blockieren am Morgen den Ernst-Reuter-Platz.
Teilnehmer der Fahrrad-Demonstration blockieren am Morgen den Ernst-Reuter-Platz.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 8.37 Uhr

Angesichts der Dauerverhandlungen über ein weitreichendes Paket für mehr Klimaschutz hat die Koalition die geplante entscheidende Sitzung des Klimakabinetts verschoben. Anstatt wie geplant um 11.00 Uhr werde das Klimakabinett für 13.00 Uhr zusammengerufen, teilte die Bundesregierung am Freitag mit.

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