Deutscher Ex-Rapper im Kampf getötet!

Angeblich in Syrien getötet: Der Berliner Ex-Rapper Deso Dogg.
Angeblich in Syrien getötet: Der Berliner Ex-Rapper Deso Dogg.  © DPA

Berlin - Der bereits mehrfach totgesagte Ex-Rapper Denis Cuspert ist laut der auf dschihadistische Propaganda spezialisierten Site Intelligence Group tödlich verwundet worden.

Der bis 2010 als Deso Dogg aufgetretene 42-Jährige, der sich radikalisierte und als IS-Terrorist kämpfte, soll demnach am Mittwoch in der Stadt Raranidsch getötet worden sein.

Der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahestehende Medien hatten darüber berichtet – inklusive blutiger Leichenfotos.

Durch die Terrormiliz selbst wurde der Tod von Abu Talha al-Almani, so Cusperts Kampfname, jedoch noch nicht bestätigt.

Bislang gibt es auch keine Bestätigung von amerikanischen oder deutschen Sicherheitsbehörden.

Der 1975 in Kreuzberg geborene Cusperts trat in den letzten Jahren mehrfach in menschenverachtenden Gewaltvideos auf, drohte mit Anschlägen. Die Hauptaufgabe des Deutsch-Ghanaers beim IS soll gewesen sein, "Waffenbrüder" zu rekrutieren.

Die Bundesregierung stufte den 2010 zum Islam konvertierten Cuspert als Terroristen ein, in den USA stand er seit 2015 auf der Terrorliste.

Der Salafist, der oft in Neukölln die Al-Nur-Moschee besuchte, war bei der Belagerung der früheren IS-Hochburg Rakka bereits mehrfach verwundet worden – bei einem Luftangriff im September 2013 sogar lebensgefährlich.