Nix mehr mit schnell Kippen holen! Kioske sterben aus

Berlin - Sie sind genial, um schnell nochmal vors Haus zu gehen, weil man noch eine Packung Kippen oder eine Flasche Bier braucht. Doch die Kioske an der Ecke sterben in Deutschland aus!

Kioske verschwinden mehr und mehr aus dem Stadtbild in deutschen Städten.
Kioske verschwinden mehr und mehr aus dem Stadtbild in deutschen Städten.  © dpa (Symbolbild)

Rund 2000 seien in den vergangenen zehn Jahren verschwunden, schätzt der Handelsverband Deutschland (HDE).

Heute gebe es nur noch etwa 23.500 kleine Kioske, Trinkhallen, Büdchen oder Wasserhäuschen, in denen Zigaretten, Getränke oder Süßigkeiten gekauft werden können.

Dabei ist der Umsatz gewaltig: Er beträgt geschätzte 7,5 Milliarden Euro, sagte Olaf Roik vom HDE.

Als Kiosk-Hochburgen gelten Berlin und Nordrhein-Westfalen, aber auch Frankfurt am Main.

Das Geschäft steht mit Tankstellen, Bahnhöfen oder den länger geöffneten Supermärkten in harter Konkurrenz.

Die kleinen Läden sind für viele mehr als nur ein Ort für ein Bier oder den schnellen Kaffee: "Kioske haben eine emotionale Komponente. Man trifft dort Nachbarn und Freunde und spricht über die Ereignisse in der Nachbarschaft", sagt Dirk Stürmer vom Dortmunder Kioskclub.

"Der Kunde wird dort persönlich betreut. Das gibt es in den größeren Supermärkten nicht", weiß Stürmer.

In Berlin gibt es sogar viele denkmalgeschützte Kioske.

Um die kulturelle Bedeutung der Kioske zu feiern, gibt es am Samstag zum zweiten Mal einen Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet. Dutzende Büdchen stellen ein Kulturprogramm auf die Beine.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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