Vor 18 Jahren Mist gebaut, jetzt gibt's die Quittung dafür

Der 42-Jährige muss sich vor dem Landgericht Berlin verantworten (Symbolfoto)
Der 42-Jährige muss sich vor dem Landgericht Berlin verantworten (Symbolfoto)  © DPA

Berlin – Rund 18 Jahre nach einer Einbruchsserie in Berlin hat ein 42-jähriger Mann vor dem Landgericht gestanden. Mehrfach sei er in Wohnungen eingestiegen, habe dort Elektrogeräte gestohlen und die Beute an Hehler verkauft, gab der Angeklagte zu Prozessbeginn am Freitag zu.

Den Erlös habe er genutzt, um seine damalige Drogensucht zu finanzieren. Dem Beschuldigten werden zehn Taten in der Zeit von September bis Dezember 1999 zur Last gelegt. Er habe unter anderem Musikanlagen, Fernseher und Videorekorder gestohlen.

Die Diebstahlsserie begann laut Anklage im Stadtteil Prenzlauer Berg. Nachts sei der 42-Jährige durch ein offenes Oberlichtfenster in die Wohnung einer Frau eingestiegen und habe Elektronik im Wert von 600 Mark erbeutet. An mehreren Taten seien Komplizen beteiligt gewesen. Der Angeklagte sagte: "Wir sind immer spontan rein und nahmen, was wir fassen konnten."

Der aus Rumänien stammende Mann war eigenen Angaben zufolge einige Monate nach der Tatserie in sein Heimatland zurückgekehrt. Dort und in Frankreich sei er in den folgenden Jahren wegen verschiedener Straftaten verurteilt worden.

Im April 2017 sei er von Rumänien nach Deutschland ausgeliefert worden. An Tatorten in Berlin gesicherte Fingerabdrücke hatten bereits im Juni 2000 zu einem Haftbefehl gegen den inzwischen 42-Jährigen geführt.

Update 15.14 Uhr: Das Landgericht verhängte eine Gesamtstrafe von sieben Jahren gegen den 42-Jährigen. In acht Fällen habe sich der Angeklagte des Einbruchdiebstahls schuldig gemacht, in zwei Fällen des Versuchs, begründete das Gericht am Freitag. In das Urteil wurde eine kürzlich in Neuruppin gegen den Mann verhängte Strafe von sechs Jahren Haft wegen zweier Raubüberfalle vor 17 Jahren einbezogen.

Titelfoto: DPA


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