Peinlicher Fehler: Kanzlerin Merkel "verrät" schon den Meister

Kiel/Berlin - Die Handballer des THW Kiel kommen derzeit kaum aus dem Feiern heraus. Am Sonntag gewann das Team von Trainer Alfred Gislason den deutschen Pokal (TAG24 berichtete), am Montag wurden sie kurzerhand zum deutschen Meister erklärt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schaut sich den unterschriebenen Handball der deutschen Nationalmannschaft an.
Bundeskanzlerin Angela Merkel schaut sich den unterschriebenen Handball der deutschen Nationalmannschaft an.  © DPA

Dabei liegen die Zebras mit vier Zählern Rückstand auf Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt auf Platz zwei. Während der THW Kiel noch acht Partien vor der Brust hat, bestreitet der Erzrivale sogar noch ein Spiel mehr.

Weiß da etwa jemand schon mehr?

Der Fauxpas ist am Montag keiner geringeren Person als Angela Merkel passiert. Die Bundeskanzlerin empfing am Montag im Kanzleramt die deutsche Handball-Nationalmannschaft.

Sie lobte das das Team von Trainer Christian Prokop für ihren leidenschaftlichen Auftritt bei der Heim-WM, doch dann unterlief ihr der Fehler. In ihrem Grußwort machte sie die Kieler kurzerhand zum kommenden deutschen Meister.

Eigentlich ist Bundeskanzlerin Merkel als Sport-Fan bekannt. Daher kannte Bob Hanning vielleicht auch den Grund. "Bei dem Wissen der Kanzlerin über so viele Themen in der Welt - vielleicht weiß sie das schon vor uns", scherzte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes.

Die Kieler Handballer jubeln über ihren Pokalsieg.
Die Kieler Handballer jubeln über ihren Pokalsieg.  © DPA

Das Kieler Quartett um Andreas Wolff, Steffen Weinhold, Henrik Pekeler und Patrick Winczek hätte nach dem Empfang also nahtlos weiter feiern können. Doch auf die deutschen Handballern warten schon die nächsten Spiele.

"Das ist schon eine große Ehre, aber nicht unbedingt der beste Termin", sagte Pekeler im Vorfeld. Gerade die Kieler hätten nach ihrem Erfolg sicherlich noch ein bisschen mehr Ruhe nach der kurzen Nacht vertragen.

Schließlich hatten viele von ihnen noch am Sonntag im Pokalfinale auf der Platte gestanden. Doch am Montag wartete bereits der Empfang im Bundeskanzleramt und Trainer Prokop auf seine Spieler.

Am Mittwoch geht es in der EM-Qualifikation gegen den Nachbarn aus Polen weiter. "Polen ist der stärkste Gegner in dieser Gruppe", warnt Prokop. "Unser nächstes großes Ziel ist die EM 2020. Hierfür wollen wir in Polen bestehen und den Grundstein für eine erfolgreiche Qualifikation legen."

Da lässt der Bundestrainer auch nicht mit sich handeln. In beiden Partien gegen den Nachbarn "brauchen wir eine Top-Leistung in der aktuell stärksten Besetzung", forderte er. Bis dahin sollte der Partyrausch des Kieler Quartetts auch restlos verflogen sein. Auch wenn sie von der Kanzlerin gleich noch zum Meister gekürt wurden.

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