Wegen Anzeige von Erika Steinbach: CDU schäumt vor Wut!

Mit dieser Anzeige wirbt Erika Steinbach in der FAZ darum, die AfD zu wählen. Sie steht für diese Überzeugung
Mit dieser Anzeige wirbt Erika Steinbach in der FAZ darum, die AfD zu wählen. Sie steht für diese Überzeugung

Berlin - Dass Erika Steinbach (74) mit der AfD sympathisiert und die Partei im Bundestagswahlkampf unterstützt, ist kein Geheimnis (TAG24 berichtete). Jetzt geht die ehemalige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) sogar noch einen Schritt weiter, erklärt per Anzeige in der FAZ, warum sie die AfD wählen werde.

Eine halbe Seite lang ist die Annonce, die am Donnerstag bestehend aus einem riesigen Porträt-Foto der Ex-CDU-Abgeordneten und einem Text in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien.

"Mehr als 40 Jahre war ich Mitglied der CDU. Seit 27 Jahren bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Januar habe ich die CDU nach langer Überlegung verlassen und bin nunmehr parteilos. Warum?", beginnt die 74-Jährige ihre Erläuterungen.

"Seit 2005 hat die Bundesregierung mit der Kanzlerin an der Spitze mehrfach Entscheidungen entgegen Recht und Gesetz getroffen", fährt Steinbach mit ihren Ausführungen fort.

Dann zählt sie auf, was sich die Regierung hätte zu Schulden kommen lassen: "Von der Euro-Rettung über den abrupten Atomausstieg innerhalb von drei Tagen bis zur rechtswidrigen, unkontrollierten Aufnahme von inzwischen weit über eine Million Migranten reichen die einsamen Entscheidungen, die unserem Land dauerhaft schwere Last aufbürden. Deutschland wurde massiver Schaden zugefügt. Der Deutsche Bundestag hat das mit allen Fraktionen nahezu kritiklos, in Teilen sogar euphorisch hingenommen."

Deshalb kommt die Politikerin zu folgendem Schluss: "Ich bin überzeugt: Unsere parlamentarische Demokratie nimmt Schaden, wenn das Parlament nicht wieder seine vom Grundgesetz vorgeschriebene Kontrollfunktion wahrnimmt. In der AfD sehe ich die einzige Kraft, die dazu fähig und willens ist. "Deshalb werde ich am 24. September aus voller Überzeugung die AfD wählen."

So sehr Steinbach von sich und ihrer Entscheidung für die Alternative für Deutschland überzeugt ist und dafür auch von Teilen ihrer Fraktion wie der AfD Köln Rodenkirchen Lob ("Wie immer bringt es Frau #Steinbach auf den Punkt!") erhält, gibt es auch kritische Stimmen für diese Form der Wahlwerbung.

Dr. Jan Marcu Luzak, CDU-Abgeordneter empfindet die Aktion der ehemaligen Unions-Abgeordneten als "Selbstgerecht und sachlich falsch".


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