Ermittlungen gegen Polizeipräsident wegen Körperverletzung

Gegen Polizeipräsident Klaus Kandt wird wegen Körperverletzung um Amt ermittelt.
Gegen Polizeipräsident Klaus Kandt wird wegen Körperverletzung um Amt ermittelt.  © DPA

Berlin – Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt eingeleitet. Kandt wird vorgeworfen, mitverantwortlich für die maroden Schießstände bei der Berliner Polizei zu sein.

"Wir ermitteln gegen Kandt wegen möglicher Körperverletzung im Amt und Verstoß gegen das Chemikaliengesetz", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Freitag. Zuvor hatte der RBB darüber berichtet.

Wegen der schadstoffbelasteten Schießstände wird auch bereits gegen Vize-Präsidentin Margarete Koppers sowie gegen "mehrere Beschuldigte aus der Polizeiführung" ermittelt, sagte Steltner. "Wer ist verantwortlich? Das ist eine schwere Frage."

Jahrelang konnte die Polizei wegen des Verdachts auf Giftstoffe in der Luft in vielen Berliner Schießständen nicht trainieren.

Es ging um Rückstände des Schießpulvers, die wegen schlechter Belüftung nicht abgesaugt wurden, sowie um asbestbelastete Baustoffe. Eine Studie im Auftrag des Senats soll nun klären, ob es auch gesundheitliche Folgen gab.

Titelfoto: DPA


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