Deutsches Bildungssystem immer schlechter! Sachsen sticht heraus

Sachsen ist im Ranking auf Platz 1, doch auch hier gibt es noch Defizite.
Sachsen ist im Ranking auf Platz 1, doch auch hier gibt es noch Defizite.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Berlin - Was ist nur in Deutschlands Schulen und Bildungsstätten los?! Das Niveau stagniert vielerorts oder verschlechtert sich sogar. Glänzende Ausnahme: Sachsen.

Das berichtet die Initiative neue sozial Marktwirtschaft (INSM), die den neuen Bildungsmonitor 2017 erstellt hat.

Demnach weisen viele Bundesländer bei ihren Schulen, Kindergärten und Universitäten gravierende Mängel auf. Gänzlich verschont bleibt Sachsen zwar nicht von Kritik, jedoch landet das Bundesland auf Platz 1.

Als Stärken Sachsens gelten:
  • Ganztagsbetreuung in vielen Kindergärten und Grundschulen.
  • Höchste Lesekompetenzen bei den Schülern.
  • Mindeststandards im Lesen erreichen fast alle.
  • Viele Studierende kommen aus dem Ausland.
  • Viele Studierende werden von Sachsen aus anderen Bundesländern angezogen.
  • Je Professor sind die eingeworbenen Drittmittel die höchsten in Deutschland.
Zeigte sich wenig begeistert von deutschen Schülern: INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.
Zeigte sich wenig begeistert von deutschen Schülern: INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.  © Hannibal dpa/lbn
Als Schwächen Sachsens gelten:
  • Es werden relativ viele Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst.
  • Unter ausländischen Jugendlichen ist die Abbrecherquote zu hoch (14,8 Prozent).
  • An allgemeinbildenden Schulen ist die Altersstruktur der Lehrer unausgewogen.

Platz 2 belegt Thüringen und Platz 3 Bayern. Schlusslichter sind Nordrhein-Westfalen auf 14 , Bremen auf 15 und Berlin auf dem letzten 16. Platz.

"Bundesweit gibt es kaum noch Fortschritte in den Bildungssystemen – bei wichtigen Indikatoren sind sogar Rückschritte zu verzeichnen", sagte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr, laut "Welt".

Die Schulabbrecherquote habe unter Ausländern bundesweit wieder zugelegt. Der Anteil leseschwacher Schüler ebenso.

"Die Bildungsarmut unter jungen Erwachsenen dürfte in den kommenden Jahren steigen", mahnte der Verbandschef. Vom Ziel der Chancengerechtigkeit für alle jungen Erwachsenen entferne man sich dadurch weiter.

Kleiner Trost für Schlusslicht Berlin: Die Hauptstadt hält den Spitzenplatz bei der Forschungsorientierung.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa


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