Missbrauch und Kinderpornografie: Urteil gegen Berliner Erzieher noch nicht rechtskräftig

Berlin - Ein Erzieher aus Berlin ist wegen sexueller Übergriffe auf zwei Kinder eines befreundeten Paares zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Symbolbild)
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Symbolbild)  © 123RF

Das Landgericht sprach den 38-Jährigen am Dienstag des Missbrauchs in mehr als 30 Fällen sowie des Besitzes und der Herstellung von Kinderpornografie schuldig.

Der Angeklagte hatte in dem zum Teil nicht öffentlichen Prozess ein pauschales Geständnis abgelegt. Ihm wurden Taten in der Zeit von 2009 bis 2017 zur Last gelegt.

Eines der zu Beginn der Missbrauchszeit sehr jungen Kinder hatte sich im August 2018 offenbart. Kurz darauf war der Angeklagte festgenommen worden.

Vor rund einem Monat wurde der 38-Jährige allerdings auf Anordnung des Kammergerichts der Hauptstadt aus der Untersuchungshaft entlassen - wegen rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerungen, begründeten die Richter.

Die gesetzliche Frist von sechs Monaten zwischen Inhaftierung und Prozessbeginn sei nicht eingehalten worden. Das Kammergericht kritisierte eine "personelle Unterausstattung" der Berliner Strafjustiz.

Der nicht vorbestrafte Mann aus Berlin-Schöneweide hatte die beiden Geschädigten - ein Junge und seine Schwester - als langjähriger Freund der Familie regelmäßig betreut, so die Anklage (TAG24 berichtete).

Diese Stellung habe er ausgenutzt. Er habe die Kinder missbraucht und Übergriffe auch gefilmt. Mehr als 25.000 kinderpornografische Bilder und verbotenes Videomaterial mit einer Dauer von mehr als 17 Tagen hatte die Polizei in seiner Wohnung sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten beantragt. Die Verteidigung plädierte auf eine Strafe von unter fünf Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten beantragt.(Symbolbild).
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten beantragt.(Symbolbild).  © 123RF

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