Warum diese Jungs zum ESC sollten!

Zwei Männer, zwei Gitarren: Können Michael Schulte (r.) oder Xavier Darcy beim ESC-Vorentscheid überzeugen?
Zwei Männer, zwei Gitarren: Können Michael Schulte (r.) oder Xavier Darcy beim ESC-Vorentscheid überzeugen?  © DPA

Berlin - Die ESC-Flaute soll endlich enden! In den letzten fünf Jahren landete Deutschland immer auf den hinteren Plätzen, wurde zweimal sogar Letzter. Können wir 2018 endlich wieder punkten? Diese Sänger geben Hoffnung!

Am Donnerstagabend steigt in Berlin der große ESC-Vorentscheid (20.15 Uhr in der ARD). Doch haben die Kandidaten wirklich Potenzial für für den Kampf aus dem Eurovision-Loch?

Diese Künstler versuchen in diesem Jahr ihr Glück:

Ivy Quainoo gewann im Jahr 2012 die erste Staffel von "The Voice of Germany". Seitdem verschwand die heute 25-Jährige komplett in der Versenkung. Ob das die richtigen Voraussetzungen sind, um 51 andere Nationen vom Hocker zu hauen? Ihr Song "House On Fire" klingt jedenfalls eher nach seichter Radio-Nummer als nach spektakulärem Siegersong.

Michael Schulte belegte bei "The Voice of Germany" im Jahr 2012 den dritten Platz, zuvor war er vor allem in der YouTube-Community für schmusige Coversongs bekannt. Genau das vermittelt übrigens auch sein Song "You Let Me Walk Alone". Auch wenn er optisch und musikalisch ein wenig an Megastar Ed Sheeran erinnert, im ESC könnte das hochemotionale Lied mit der falschen Performance aber auch leicht untergehen.

Ryk sieht gut aus und hat eine Stimme zum dahinschmelzen: Aber reicht das für den Esc?
Ryk sieht gut aus und hat eine Stimme zum dahinschmelzen: Aber reicht das für den Esc?  © DPA

Natia Todua ist bereits die dritte "The Voice"-Kandidatin und zweite Gewinnerin im Bunde, sie überzeugte 2017 Jury und Publikum. Die aus Georgien stammende Sängerin hat eine Stimme mit - sagen wir Wiedererkennungswert. Ihre Lied-Auswahl bleibt aber alles andere als im Kopf. Mit "Perfect Life" haben wir eine weitere eintönige Popnummer im Rennen und könnten uns somit auch direkt wieder auf den hinteren Rängen im Contest einreihen.

Ryk, der gutaussehende Schnulzen-Sänger - zumindest für die Anruferinnen keine schlechten Voraussetzungen. Mit der richtigen Performance zu seiner romantischen Ballade "You and I" hätte er wohl keine schlechten Chancen, es unter die Top 20 zu schaffen. Damit hätte er seinen drei Vorgängern immerhin einiges voraus.

Xavier Darcy hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert. Nicht nur seine langen Haare, auch die raue Stimme gehören zu den Markenzeichen des Oberbayern. Ein möglicher Kandidat für den ESC wäre Xavier mit seinem Song "Jonah" auf jeden Fall - große Chancen auf den Sieg sollte man sich aber nicht ausmalen, dafür dürfte die Folknummer doch ein wenig zu sehr polarisieren.

voXXclub, das sind fünf knackige junge Burschen in Lederhosen. Im von Andreas Gabalier an den Volksrock gewöhnten Deutschland werden die Münchner schon ordentlich gefeiert und erobern die Herzen ihrer (vor allem weiblichen) Fans im Sturm. Mit ihrem Hit "I mog Di" dürften die Jungs von voXXclub auf jeden Fall Partystimmung in die ESC-Halle bringen. Die Jungs haben definitiv Potenzial auf eine vordere Platzierung!

Fazit: Der Vorentscheid sieht jetzt schon aus, wie der Eurovision Song Contest selbst. Während die Hälfte der Künstler im Pop-Einheitsbrei untergehen, stechen einige Kandidaten mit Wiedererkennungswert heraus. Klar, dass gerade die Jungs von voXXclub da schon längst mehr als Geheimfavoriten sind.

Die geheimen Favoriten: Die fünf Jungs von voXXclub wollen neue Volksmusik auf die ESC-Bühne bringen.
Die geheimen Favoriten: Die fünf Jungs von voXXclub wollen neue Volksmusik auf die ESC-Bühne bringen.  © DPA

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