Nach Auftakt-Klatsche: Union-Coach Fischer wirft Flinte nicht ins Korn

Berlin – Urs Fischer (53), der Cheftrainer von Bundesliga-Neuling 1. FC Union Berlin, lässt trotz der deutlichen Auftaktpleite gegen RB Leipzig bei der bitteren 4:0 (3:0)-Pleite keinerlei Zweifel an der Bundesliga-Tauglichkeit seiner Mannschaft zu.

Berlins Trainer Urs Fischer schaut mit ernstem Blick über die Schulter. (Archivbild)
Berlins Trainer Urs Fischer schaut mit ernstem Blick über die Schulter. (Archivbild)  © Andreas Gora/dpa

"Nach einem Spiel schon die Flinte ins Korn werfen? Da habe ich in meiner Karriere schon ganz andere Dinge erlebt", sagte der Schweizer vor dem ersten Auswärtsspiel der Eisernen in der deutschen Eliteklasse am Samstag beim FC Augsburg auf die Frage, ob er generelle Zweifel habe.

"Der Start war nicht gut, das ist uns allen bewusst. Du hast Fehler gemacht, die du auf dem Niveau nicht machen darfst. Aber irgendwie die Weiße Fahne zu schwenken, das kann ich mir bei mir sowieso nicht vorstellen", betonte Fischer am Donnerstag.

Der 53 Jahre alte Fußball-Experte, der als Spieler in seiner Heimat über 400 Erstligaspiele bestritten und als Trainer den FC Basel zweimal zum Meister und einmal zum Pokalsieger gemacht hat, ließ die Aufarbeitung des bitteren 0:4 gegen RB Leipzig weitgehend auf dem Trainingsplatz ablaufen.

"Du musst die Spieler auch im Training immer wieder in Drucksituationen bringen, in denen sie schnell Entscheidungen treffen müssen." Mental habe er mit seinen Profis gar "nicht viel arbeiten" müssen: "Die Fehler waren zu krass."

Die "Ohrfeige" gegen den Champions-League-Teilnehmer Leipzig könne auch Positives bringen: "Aus solchen Spielen musst du schnellstmöglich lernen, um Dinge dann besser zu machen", unterstrich Fischer.

Mit welchen personellen Veränderungen er nun in Augsburg antritt, ließ er offen: "Natürlich mache ich mir Gedanken, den einen oder anderen Wechsel vorzunehmen." Aber es gebe auch Situationen, da verdiene ein Spieler nach einer schlechten Leistung eine neue Chance.

Verletzt sind Innenverteidiger Florian Hübner (Knie) und Nachwuchsmann Maurice Arcones Opfermann (Oberschenkel).

Unions Suleiman Abdullahi gewinnt ein Kopfball-Duell gegen Leipzigs Werner.
Unions Suleiman Abdullahi gewinnt ein Kopfball-Duell gegen Leipzigs Werner.  © dpa/Andreas Gora

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