Nach Festnahme: Das passiert mit dem terrorverdächtigen Islamisten

Karlsruhe/Berlin - Der in Berlin wegen Terrorverdachts festgenommene Islamist kommt in Untersuchungshaft. Das ordnete der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am Donnerstag in Karlsruhe an, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Der Terrorverdächtige Islamist Magomed-Ali C. wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof von Polizeibeamten zu einem Hubschrauber geführt.
Der Terrorverdächtige Islamist Magomed-Ali C. wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof von Polizeibeamten zu einem Hubschrauber geführt.  © DPA

Der 31 Jahre alte russische Staatsbürger soll einen Sprengstoffanschlag geplant haben. Nach Angaben der Ermittler soll er dieselbe Moschee in Berlin besucht haben, in der auch Anis Amri verkehrte - der Attentäter vom Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche.

An der Festnahme des Terrorverdächtigen am Mittwoch waren Beamte des Bundeskriminalamts, der GSG 9 und des Landeskriminalamts beteiligt.

In Berliner Sicherheitskreisen hieß es, der Verdächtige sei kein Unbekannter und schon länger im Visier der Sicherheitsbehörden gewesen.

Die Ermittler durchsuchten die Wohnung des Mannes, um herauszufinden, wo der Sprengstoff geblieben ist. Sie fanden in den Räumen aber nichts. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt den Mann, zusammen mit dem in Frankreich inhaftierten Clément B. eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben.

Der beschuldigte 31-Jährige soll am 26. Oktober 2016 in seiner Wohnung in Berlin eine erhebliche Menge des gefährlichen Sprengstoffs TATP gelagert haben. Damit sollte demnach ein Sprengsatz gebaut und an einem unbekannten Ort in Deutschland gezündet werden.

Die Anschlagsvorbereitungen seien aber durch die Polizei gestört worden. Beide Männer trennten sich damals aus Angst vor Entdeckung.

Titelfoto: DPA


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