Müller will Tegel-Volksentscheid ernst nehmen

Sollte Tegel offen bleiben, sieht Müller Probleme bei der Klärung von rechtlichen Fragen.
Sollte Tegel offen bleiben, sieht Müller Probleme bei der Klärung von rechtlichen Fragen.  © DPA

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat zugesagt, den Volksentscheid zur Offenhaltung des Flughafens Tegel ernstzunehmen.

"Das kann ich versprechen", versicherte der SPD-Politiker in einem Interview des Berliner Tagesspiegel. Der Senat werde bei einem positiven Votum der Bürger für Tegel prüfen lassen, welche Bedingungen für einen Weiterbetrieb nötig wären.

Senatssprecherin Claudia Sünder sagte der dpa auf Anfrage, dabei handele es sich nicht um einen Kurswechsel Müllers.

Der Regierende Bürgermeister stelle lediglich klar, dass ihm die Meinung der Bürgerinnen und Bürger nicht egal sei. "Das ist eine Frage der Wertschätzung", betonte Sünder.

Den Volksentscheid am 24. September haben FDP und CDU durchgesetzt. Sie fürchten Kapazitätsprobleme am künftigen Flughafen BER und wollen Tegel deshalb weiter betreiben.

Der rot-rot-grüne Senat hält dagegen an der Schließung Tegels fest. Laut Müller brauche die Stadt aber die Flächen des Flughafens.

Titelfoto: DPA


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