"Wissen ist oft gering!" Das bemängelt Justizministerin Barley an Jura-Studenten

Berlin - Wenn es nach Justizministerin Katarina Barley (49) geht, soll künftig im Jura-Studium an deutschen Hochschulen auch die Geschichte nationalsozialistischen Unrechts behandelt werden.

Justizministerin Katarina Barley (49, SPD) fordert das nationalsozialistische Unrecht auf dem Lehrplan des Jura-Studiums. (Bildmontage)
Justizministerin Katarina Barley (49, SPD) fordert das nationalsozialistische Unrecht auf dem Lehrplan des Jura-Studiums. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Die Auseinandersetzung mit dem Justizunrecht des 20. Jahrhunderts solle Pflichtstoff im Jurastudium werden, sagte die SPD-Ministerin am Donnerstag in Berlin.

Union und SPD hatten sich schon in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, das historische Bewusstsein junger Juristen bei diesem Thema zu schärfen.

Zwar sei das Interesse vieler Studierender an der nationalsozialistischen Vergangenheit hoch, das Wissen aber oft gering, bemängelte Barley.

Eine wissenschaftliche Aufarbeitung hatte im Jahr 2016 ergeben, dass in der jungen Bundesrepublik mehr als jede zweite Führungskraft des Justizministeriums zuvor Mitglied der NSDAP war. Es war die Zeit von etwa 1949/1950 bis 1973 untersucht worden.

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