AfD-Vize Gauland: Frauke Petry spaltet die Partei

Die Fronten zwischen Alexander Gauland (76) und Frauke Petry (41) scheinen verhärtet.
Die Fronten zwischen Alexander Gauland (76) und Frauke Petry (41) scheinen verhärtet.

Berlin - Der überraschende Rückzug der Spitzenkandidatin Frauke Petry (41, TAG24 berichtete) hat kurz vor dem AfD-Bundesparteitag in Köln für Wirbel gesorgt. Die Entscheidung der promovierten Chemikerin stößt bei Partei-Vize Alexander Gauland (76) auf Unverständnis.

In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung sagte der 76-Jährige, dass er von Petry nicht über den Rücktritt als Spitzenkandidatin informiert wurde, sich dies aber gewünscht hätte.

Spekulationen um Indiskretionen weist er zurück. "In politischen Gremien aller Parteien wird es immer wieder dazu kommen, dass kurz nach einer vertraulichen Sitzung Inhalte an die Medien gelangen. Das gehört halt zum poltischen Geschäft", wiegelt er ab.

Stattdessen schiebt er der sächsischen Afd-Vorsitzenden die Schuld an der Parteispaltung in die Schuhe. "Wenn ich einen Graben aufreiße, den es nicht gibt, dann ist das spalterisch. Solche Vorstöße bringen die Partei nicht weiter", kritisiert Gauland die AfD-Bundesvorsitzende.

Dass er mit Petry längst nicht mehr auf einer Wellenlänge schwimmt, zeigt auch seine Positionierung zu einem möglichen Parteiausschluss des umstrittenen Redners Björn Höcke. Er würde grundsätzlich eher einen Antrag auf Aussetzung des Verfahrens unterstützen.

Auf die Frage, mit welchen Punkten die Alternative für Deutschland bei der Bundestagswahl punkten möchte, nimmt er auf die Asylthematik Bezug:

"Es kommen nach wie vor viele Flüchtlinge nach Deutschland. [...] Das Thema wird uns noch lange beschäftigen [...] Deutschland ist mit den gewaltigen Integrationsleistungen überfordert".


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