Deutschlands größtes Public Viewing rüstet sich für Fan-Ansturm

Berlin - Wenige Tage vor Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland haben in Berlin die Vorbereitungen für den Aufbau der Fanmeile am Brandenburger Tor begonnen.

Hoffentlich haben die deutschen Fans in Berlin wieder viel Grund zur Freude.
Hoffentlich haben die deutschen Fans in Berlin wieder viel Grund zur Freude.  © DPA (Archivbild)

Seit der WM "dahoam" 2006 gibt es sie und darf seitdem bei keinem großen Fußballturnier mehr fehlen – Deutschlands mit Abstand größte Fanmeile.

Jetzt wird schon wieder fleißig gehämmert und geschraubt, stehen die unzähligen Absperrgitter an der Straße des 17. Juni bereit, um die Menschenmassen im Zaum zu halten.

Bis zu 250.000 Fans werden bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft im Kollektiv mitfiebern – ab dem Achtelfinale dann bei allen Spielen.

Die Halteverbotsschilder am Straßenrand hängen bereits teilweise. Das Verbot gilt für den Zeitraum vom 14. Juni (6 Uhr) bis zum 17. Juli um Mitternacht.

So voll und friedlich wir hier 2008 wollen alle Fußball-Fans die Fanmeile am Brandenburger Tor wieder sehen. Rechts: Die Absperrungen stehen parat.
So voll und friedlich wir hier 2008 wollen alle Fußball-Fans die Fanmeile am Brandenburger Tor wieder sehen. Rechts: Die Absperrungen stehen parat.  © DPA (Bildmontage)

Der eigentliche Aufbau der Fanmeile mit Bühnen, Bildschirmen, Imbissbuden und Absperrgittern beginnt dann am Donnerstag. Ab dann bleibt auch die Straße des 17. Juni für viereinhalb Wochen für den Verkehr gesperrt.

Als erstes Spiel wird die Partie von Jogi Löws (58) Jungs am Sonntag am 17. Juni gegen Mexiko über die sieben riesigen Bildschirme flimmern. Anpfiff ist um 17 Uhr.

Die fast zwei Kilometer lange Fanmeile ist an den Spieltagen der deutschen Mannschaft und zu allen Spielen ab dem Achtelfinale von mittags bis abends geöffnet.

An anderen Tagen sind die Buden geschlossen, Fußgänger und Radfahrer können die Straße aber jederzeit nutzen.

Auf dem Gelönde der Fanmeile sind verboten:

  • Waffen jeder Art auch Gegenstände, die als Waffen, Hieb-, Stoß und Stichwaffen oder als Wurfgeschosse verwendet werden können
  • Das Mitbringen von scharfen, spitzen Gegenständen sowie solchen, die als Waffe benutzt werden können, ist verboten
  • Flaschen, Becher, Krüge, Dosen oder sonstige Gegenstände, die aus Glas oder einem anderen zerbrechlichen, splitternden oder besonders hartem Material hergestellt sind
  • Gassprühdosen, ätzende, brennbare, färbende Substanzen oder Gefäße mit Substanzen, die die Gesundheit beeinträchtigen oder leicht entzündbar sind (Ausnahme: handelsübliche Taschenfeuerzeuge)
  • sperrige Gegenstände wie Leitern, Hocker, (Klapp-)Stühle, Kisten, große Taschen, Rucksäcke, Reisekoffer
  • Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln, Rauchpulver und Rauchbomben oder andere pyrotechnische Gegenstände
  • Fahnen- oder Transparentstangen, die länger als 1 Meter oder deren Durchmesser größer als drei Zentimeter ist, sowie "Doppelhalter". Mitgebrachte bzw. zugelassene Fahnen und Transparente müssen unter den Begriff "schwer entflammbar" fallen
  • größere Mengen von Papier oder Papierrollen
  • mechanisch betriebene Lärminstrumente wie z.B. Megaphone, Gasdruckfanfaren
  • Laserpointer
  • Tiere

Dann steht einem friedlichen und hoffentlich erfolgreichen Public Viewing auf der Fanmeile nichts mehr im Wege.

Gegen diesen Anblick hätte am 16. Juli, dem Tag nach dem WM-Finale, wohl kein deutscher Fan etwas dagegen.
Gegen diesen Anblick hätte am 16. Juli, dem Tag nach dem WM-Finale, wohl kein deutscher Fan etwas dagegen.  © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images/DFB/dpa

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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