Georgine Krüger (†14) ermordet: Prozess wird fortgesetzt

Berlin - Der Prozess um den mutmaßlichen Mord an der verschwundenen Berliner Schülerin Georgine Krüger wird am Mittwoch (9.30 Uhr) fortgesetzt.

Die 14-Jährige gilt seit knapp 13 Jahren als vermisst.
Die 14-Jährige gilt seit knapp 13 Jahren als vermisst.

Vor dem Landgericht der Hauptstadt muss sich ein 44-Jähriger verantworten, ihm wird zur Last gelegt, im September 2006 das damals 14-jährige Mädchen in einen Keller seiner Moabiter Wohnung gelockt, vergewaltigt und erwürgt zu haben.

Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Das rätselhafte Wegbleiben von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Bislang wurde die Anklage nicht verlesen. Der erste Prozesstag wurde in der Vorwoche nach nur wenigen Minuten vertagt. Die Verteidigung hatte erfolgreich beanstandet, dass die Besetzung des Gerichts zu kurzfristig mitgeteilt worden sei.

Erst 2017 waren Kriminalisten durch verdeckte Ermittlungen und Funkzellenauswertungen auf den verdächtigen Deutschen mit türkischen Wurzeln gekommen.

Der Familienvater aus der Nachbarschaft war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der Angeklagte, der in derselben Straße wie das Opfer wohnte, sitzt seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Bei der Polizei soll er laut Gericht die Vorwürfe bestritten haben.

Mit einem Leichenspürhund sucht ein Polizist in einem Waldgebiet bei Brieselang nach der vermissten Georgine Krüger.
Mit einem Leichenspürhund sucht ein Polizist in einem Waldgebiet bei Brieselang nach der vermissten Georgine Krüger.  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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