Rätselhafter Fall Georgine Krüger (†14): 44-Jähriger wegen Mordes Ende Juli vor Gericht

Berlin - Fast 13 Jahre nach dem Verschwinden der Schülerin Georgine Krüger kommt ein 44-Jähriger wegen Mordes und Vergewaltigung vor das Berliner Landgericht.

Die Leiche der Vermissten wurde trotz intensiver Suche bis heute nicht gefunden. (Bildmontage)
Die Leiche der Vermissten wurde trotz intensiver Suche bis heute nicht gefunden. (Bildmontage)

Der Prozess solle am 31. Juli beginnen, sagte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Donnerstag. Vorgesehen seien 25 Verhandlungstage bis zum 1. November.

Das rätselhafte Verschwinden des Mädchens war viele Jahre lang einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Der Verdächtige soll die damals 14-Jährige im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule gezielt abgepasst und unter einem Vorwand in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit gelockt haben (TAG24 berichtete).

Den Ermittlungen zufolge soll er das Mädchen bewusstlos geschlagen und vergewaltigt haben. Aus Angst vor Entdeckung habe er Georgine erwürgt und an einen unbekannten Ort gebracht. Die Leiche der Vermissten wurde trotz intensiver Suche bis heute nicht gefunden.

Der Familienvater aus der Nachbarschaft der damals 14-Jährigen befindet sich seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe soll er gegenüber der Polizei bestritten haben. Der 44-Jährige war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen im Keller seiner Wohnung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden.

Der Mann war 2017 im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Georgine Krüger ins Visier der Ermittler geraten – Angaben zufolge unter anderem durch Funkzellenauswertungen und einen verdeckten Ermittler.

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