Berufungsprozess verloren: Fesselsex wird teuer für Ben Tewaag

Berlin - Für Ben Tewaag (42) bleibt es fünf Jahre nach einem Fausthieb in das Gesicht einer Bekannten bei einer Strafe von 10.200 Euro. Das entschied ein Berliner Berufungsgericht am Mittwoch und bestätigte damit ein Urteil des Amtsgerichts vom Juni 2015.

Ben Tewaag ist der älteste Sohn von Schauspielerin Uschi Glas (74).
Ben Tewaag ist der älteste Sohn von Schauspielerin Uschi Glas (74).  © DPA

Die Berufungsrichter folgten dem Antrag des Verteidigers. Der Anwalt des Filmproduzenten hatte erklärt, sein Mandant werde 3000 Euro an die Geschädigte zahlen. Die Staatsanwältin hatte zehn Monate Haft auf Bewährung gefordert.

Der 42-jährige Sohn von Schauspielerin Uschi Glas hatte in dem seit Jahren umstrittenen Fall gestanden. Es sei im Reflex geschehen, hatte er in der ersten Verhandlung vor drei Jahren erklärt.

Die Bekannte habe ihm schmerzhaft zwischen die Beine gegriffen. Zu dem Vorfall war es im Juni 2013 nach zunächst einvernehmlichen sexuellen Handlungen und Fesselspielen in der damaligen Wohnung von Tewaag in Berlin-Prenzlauer Berg gekommen. Die Frau erlitt einen Jochbeinbruch.

Der Fall beschäftigte inzwischen zum vierten Mal ein Gericht. Nach der vor drei Jahren verhängten Geldstrafe von 170 Tagessätzen zu je 60 Euro wegen Nötigung und Körperverletzung hatten der vorbestrafte Tewaag sowie die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, diese allerdings auf die Strafhöhe beschränkt.

Das Landgericht bestätigte das Urteil im Juli 2017. Auf Revision der Staatsanwaltschaft wies das Kammergericht - das Oberlandesgericht des Bundeslandes Berlin - den Fall an das Landgericht zurück.

Ob erneut Rechtsmittel eingelegt werden, blieb zunächst offen.

 Ben Tewaag sitzt erstmals 2015 in Berlin zu der Anklage in einem Saal im Amtsgericht Tiergarten.
Ben Tewaag sitzt erstmals 2015 in Berlin zu der Anklage in einem Saal im Amtsgericht Tiergarten.  © DPA

Titelfoto: DPA


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