Gibt es in Berliner Gerichtssälen eigentlich W-LAN?

Berlin - In den Berliner Gerichten sind inzwischen knapp 150 Säle mit W-LAN ausgestattet! Und es sollen noch viel mehr werden.

Das Moabiter Gerichtsgebäude
Das Moabiter Gerichtsgebäude  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Zusätzlich gibt es knapp 90 Hotspots in Anwaltszimmern, Bibliotheken und Aufenthaltsbereichen. Das teilte die Senatsverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit.

In zwei Gerichten gebe es noch Restarbeiten an der bereits eingebauten Technik. An vier Amtsgerichten wurde die Installation zurückgestellt, sollte aber noch in diesem Jahr beginnen. Die Kosten des gesamten Projekts trage die Senatskanzlei. Zur Höhe wurde trotz Nachfrage keine Angaben gemacht.

Letztes Jahr hatte Justizsenator Dirk Behrendt (47, Grüne) noch angekündigt, dass bis Ende 2018 die knapp 320 Sitzungssäle mit W-LAN versorgt werden. Er sprach dabei von einem großen Schritt in der Digitalisierung der Justiz. Gerade für die Anwaltschaft sollten sich die Arbeitsbedingungen verbessern.

Auch Gerichtsbesucher sollten laut Behrendt kostenlos und ohne Anmeldung auf das Internet zugreifen können!

Nach Justizangaben fehlen aber derzeit noch mehrere Dutzend Punkte für eine durchgängige Versorgung. Warum es zu dieser Verzögerung kam?

Die Firma, die die Arbeiten ausführen sollte, soll überbucht gewesen sein. Im Verwaltungsgericht und dem Amtsgericht in der Kirchstraße habe sich zudem herausgestellt, dass dort wegen Schadstoffen überhaupt keine W-LAN-Anschlüsse möglich seien, hieß es.

Noch sind nicht genug Router installiert um W-Lan in allen Gerichtssälen zu ermöglichen. (Symbolfoto)
Noch sind nicht genug Router installiert um W-Lan in allen Gerichtssälen zu ermöglichen. (Symbolfoto)  © 123RF

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