Pfleger (†39) getötet! Messerstecher in Psychiatrie eingeliefert

Berlin - Der psychisch kranke 30-Jährige, der am Freitag in Berlin-Gesundbrunnen seinen Betreuer mit einem Messer tödlich verletzt hat (TAG24 berichtete), sollte noch am Samstag einem Richter vorgeführt werden.

Die Polizei hat den Bereich rund um ein Pflegeheim in Berlin-Wedding abgesperrt. Ein psychisch Kranker hatte hier zuvor einen Pfleger erstochen.
Die Polizei hat den Bereich rund um ein Pflegeheim in Berlin-Wedding abgesperrt. Ein psychisch Kranker hatte hier zuvor einen Pfleger erstochen.  © Morris Pudwell

Wie die Polizei mitteilte, soll der Mann in einer Maßregelvollzugsanstalt untergebracht werden.

In einer Unterkunft für psychisch kranke Straftäter in der Wiesenstraße hatte der 30-Jährige am Freitagvormittag gegen 10.35 Uhr bei einer Besprechung den Betreuer im Beisein anderer unvermittelt angegriffen.

Das 39 Jahre alte Opfer starb kurz darauf. Eine Bewährungshelferin und weitere Zeugen mussten anschließend psychologisch betreut werden.

Der 30-jährige Täter, ein russischer Staatsbürger, flüchtete und stellte sich Stunden später in Tatort-Nähe der Polizei. Zuvor hatten Polizei und SEK in Berlin-Gesundbrunnen mit einem Großaufgebot nach dem Mann gesucht.

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" war der mutmaßliche Täter von 2009 bis April 2016 wegen versuchten Totschlags im Maßregelvollzug untergebracht. Dort werden Täter eingesperrt und behandelt, die wegen psychischer Störungen nicht verurteilt werden können.

Dann soll der Mann auf Bewährung entlassen worden sein. Er musste sich aber in der Wohn- und Betreuungseinrichtung in der Wiesenstraße melden und behandeln lassen. Dort passierte jetzt das tödliche Drama.

Update 19.42 Uhr

Wie erwartet ist gegen den Beschuldigten antragsgemäß ein Unterbringungsbeschluss ergangen und er kam in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin via Twitter mitteilte.

Schwerbewaffnete Polizisten sicherten den Tatort, weil der Täter zunächst stundenlang abgetaucht war.
Schwerbewaffnete Polizisten sicherten den Tatort, weil der Täter zunächst stundenlang abgetaucht war.  © Morris Pudwell

Titelfoto: Morris Pudwell

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