Neuer Plan von Gesundheitsminister Spahn: Können wir unsere Patientenakte bald auf dem Handy lesen?

Berlin - Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen sollen spätestens ab 2021 auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen können, wenn es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (38, CDU) geht.

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (38, CDU) bedeutet die neue Funktion nicht das Ende der elektronischen Gesundheitskarte.
Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (38, CDU) bedeutet die neue Funktion nicht das Ende der elektronischen Gesundheitskarte.  © DPA (Bildmontage)

Entsprechende Vorgaben wolle der CDU-Politiker den gesetzlichen Krankenversicherungen noch diesen Monat machen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtete.

"Versicherte sollen auch auf Tablets und Smartphones auf ihre elektronische Patientenakte zugreifen können. Das ist nicht das Ende der elektronischen Gesundheitskarte, aber eine zusätzliche, patientenfreundliche Option", sagte Spahn der FAZ.

Nach jahrelangem Gezerre um zusätzliche Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte will die Bundesregierung bei der Digitalisierung vorankommen. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, bis 2021 eine elektronische Patientenakte einzuführen.

Spahn wolle auch die Zugänge und Authentifizierungsverfahren für die elektronische Patientenakte erweitern: Der Versicherte selbst soll wie beim Online-Banking mit PIN und TAN einfacheren Zugriff auf seine eigenen Daten bekommen.

Bislang ist es strittig, ob die Daten auf Wunsch der Versicherten überhaupt elektronisch übermittelt werden dürfen. Das wolle der Gesundheitsminister nun ändern, wie er bereits Mitte Mai angekündigt hatte (TAG24 berichtete).

Die Kassen, die mit den Neuerungen nicht bis Ende 2020 warten wollen, "bekommen jetzt die notwendige Rechtssicherheit", bereits heute eine elektronische Patientenakte (ePA) anbieten zu dürfen, habe Spahn erklärt.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

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