Huch, was ist mit dem zerfallenden Glockenturm der Gedächtniskirche passiert?

Berlin - Weil das Geld für eine Sanierung fehlt, wird der Glockenturm an der Berliner Gedächtniskirche in den kommenden sechs Monaten von einem Werbebanner verhüllt.

Der Glockenturm an der Berliner Gedächtniskirche wird in den kommenden sechs Monaten von einem Werbebanner verhüllt.
Der Glockenturm an der Berliner Gedächtniskirche wird in den kommenden sechs Monaten von einem Werbebanner verhüllt.

Die Einnahmen aus der Werbung für einen chinesischen Smartphone-Hersteller seien für die Sanierung unverzichtbar, erklärte die Gemeinde am Mittwoch.

Die Instandsetzung des Turms soll 2020 beginnen und mehr als vier Millionen Euro kosten. Dabei sollen die 204 Betonwaben des Turms sowie nach 60 Jahren auch die 5.152 blauen Betonglasfelder ausgebaut und überholt werden.

Das Anbringen der Werbeplane des chinesischen Konzerns Huawei hatte Diskussionen in der Gemeinde ausgelöst. Die Stiftung der Kaiser-Gedächtnis-Kirche und der Gemeindekirchenrat sprachen sich schließlich dafür aus, Vereinbarungen aus dem Jahr 2018 einzuhalten.

Auf dem Plakat solle für Smartphones und nicht für Netzwerktechnik geworben werden. Huawei wird in den USA vorgeworfen, mit seinen Produkten für den Mobilfunkstandard 5G spionieren oder sabotieren zu können. Beweise dafür liegen aber bisher nicht vor.

Mit der Instandsetzung des Glockenturms wird die Sanierung und Weiterentwicklung des Ensembles der Gedächtniskirche fortgesetzt. Von 2007 bis 2015 war der Alte Turm an der Reihe, 2015 die Kapelle und 2017 das Kirchenpodium.

Jedes Jahr besuchen rund 1,3 Millionen Menschen die Gedächtniskirche. Auch zum Kirchentag in Berlin werden viele in die City-West strömen, um den "hohlen Zahn" in Augenschein zu nehmen.
Jedes Jahr besuchen rund 1,3 Millionen Menschen die Gedächtniskirche. Auch zum Kirchentag in Berlin werden viele in die City-West strömen, um den "hohlen Zahn" in Augenschein zu nehmen.  © DPA

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