Illegale Raser verlieren Rennen gegen Undercover-Polizei

Einer der von der Polizei gestoppten und sichergestellten Rennteilnehmer.
Einer der von der Polizei gestoppten und sichergestellten Rennteilnehmer.  © Polizei Berlin

Berlin – Das Mobile Einsatzkommando (MEK) des Landeskriminalamts (LKA) beendete in der Nacht zum Freitag ein illegales Autorennen in Charlottenburg. Dabei wurde dem Fahrer des zivilen Polizeifahrzeugs selbst alles abverlangt.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war das Auto des MEK gegen 22 Uhr auf der Straße des 17. Juni unterwegs, als von hinten plötzlich zwei hochgetunte Boliden an ihm vorbei rasten. Die Polizei nahm mit ihrem ebenfalls sehr PS-starken Auto sofort die Verfolgung auf und wurde dabei Zeuge des lebensmüden Rennens zwischen den beiden Autos.

"Aus dem Cockpit konnten Sie sehr gut beobachten, wie sich die Piloten in ihren hochwertigen Boliden mit riskanten Manövern über alle Fahrstreifen der gesamten Piste heizen. Dabei ging es auch waghalsig über den Radweg – dort wo auf professionellen Rennstrecken das Kiesbett liegt", beschreibt die Polizei das Szenario.

Im Großen Stern mussten dann mehrere Autos riskante Bremsungen hinlegen, weil ihnen von den Rasern die Vorfahrt geschnitten wurde.

Auf der Hofjäger Allee gelang es den Polizisten schließlich sich an die Spitze des Rennens zu setzen und die beiden Autos zu stoppen. Die Fahrer konnten wenig später gestellt werden.

Sie verstrickten sich bei der Befragung in Widersprüche, so dass ihre Fahrerlaubnis und die Autos eingezogen wurden. Die Boliden wurden zur technischen Untersuchung abgeschleppt.

Autofahrern droht bei Teilnahme an verbotenen Autorennen bis zu drei Jahren Gefängnis oder eine hohe Geldstrafe. Oder wie es die Polizei formulierte: "Wer sich nicht ans Rennverbot hält, dem bleibt eventuell bald nur noch der Rundkurs „Plötzensee“ auf dem Hof der dortigen JVA."

Titelfoto: Polizei Berlin


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