Juso-Chef Kühnert fordert Mindestlohn von 12 Euro!

Berlin - Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert (28) hat anlässlich des Tags der Arbeit eine deutliche Erhöhung des Mindeststundenlohns auf 12 Euro gefordert – und zwar noch in dieser Wahlperiode.

Für Kevin Kühnert (28) greift die Diskussion über ein solidarisches Grundeinkommen zu kurz.
Für Kevin Kühnert (28) greift die Diskussion über ein solidarisches Grundeinkommen zu kurz.  © DPA

"Um den Mindestlohn armutssicher zu machen, müsste er schon heute zwölf Euro oder mehr betragen", forderte der Chef des Sozi-Nachwuchses in der Rheinischen Post.

Eine solche Erhöhung solle im Interesse der Beschäftigten besser gestern als heute erfolgen. Derzeit beträgt der gesetzliche Mindestlohn 8,84 Euro pro Stunde.

Kühnert sagte zu seinem Vorstoß für eine deutliche Erhöhung: "Der Koalitionsvertrag mit der Union schließt eine Debatte darüber ja nicht aus, zumal unser Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Vorschlag ja selbst Ende letzten Jahres gemacht hat."

Klappe das aber nicht und davon müsse man bei der Union ausgehen, gehöre ein deutlich höherer Mindestlohn zwingend in das künftige SPD-Wahlprogramm.

Mit Blick auf Hartz IV sagte Kühnert: "Bestehende Schikanen gehören abgeschafft, die Sanktionsmöglichkeiten vorneweg." Viele Menschen hingen in unsinnigen Weiterbildungsmaßnahmen fest oder müssten umständlich die Reparatur von Haushaltsgeräten erstreiten.

"Da sind viele Korrekturen nötig, um wieder zu einem würdevollen Umgang mit den Betroffenen zu finden.", mahnte der Jung-Politiker.

Zuletzt hatte Kühnert bereits zu bedenken gegeben, dass eine Debatte nur über ein Grundeinkommen nicht ausreiche (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


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