Bis zu 10.000 Obdachlose in Berlin! Caritas und Diakonie fordern Masterplan

Berlin - Mit dem Start der Kältehilfe haben Sozialverbände einen Masterplan für Wohnungslose gefordert. "Ich vermisse das gemeinsame Vorgehen des Senats", sagte Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes, am Donnerstag.

Das müsste nicht sein: Ein Berliner Obdachloser schläft auf einer Parkbank. (Symbolbild)
Das müsste nicht sein: Ein Berliner Obdachloser schläft auf einer Parkbank. (Symbolbild)  © DPA

Das wachsende Problem der Wohnungslosigkeit sei sozialer Sprengstoff. Das Problem lasse sich nicht allein wie bisher von sozialer und gesundheitlicher Perspektive aus angehen.

"Ohne preiswerten Wohnraum geht nichts. Mir fehlt da Frau Lompscher. Und mir fehlt auch der Regierende Bürgermeister", ergänzte Kostka.

Die Berliner Kältehilfe hat in diesem Jahr erstmals im Oktober begonnen. Trotz milder Temperaturen seien die rund 400 angebotenen Schlafplätze zu 84 Prozent ausgelastet gewesen, berichteten Caritas, Diakonie und ihre Partner.

Im Winter soll die Zahl der Plätze auf mehr als 900 steigen. Nach Schätzungen der Kältehilfe gibt es in Berlin rund 6000 bis 10.000 obdachlose Menschen (TAG24 berichtete), darunter viele Armutsmigranten aus Osteuropa.

Die Zahl der Menschen ohne eigene Wohnung, die bei Verwandten, Freunden oder in Wohnheimen leben, liegt in Berlin bei rund 50.000 – Tendenz steigend.

Zuletzt hatte sich die BVG entgegen anfänglicher Bedenken dafür entschieden, doch Bahnhöfe als wärmenden Unterschlupf zur Verfügung zu stellen (TAG4 berichtete).

Titelfoto: DPA

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