Nach tödlichem Radunfall: Aktivisten legen Kantstraße ab jetzt regelmäßig lahm

Berlin – Die Kantstraße wird etwas ruhiger – zumindest für kurze Zeit an einem jeden Montagmorgen. Dafür sorgen Radaktivisten, die jede Woche die stark befahrene Straße im Stadtteil Charlottenburg besetzen wollen.

Radfahrer sind auf der Kantstraße vielen Gefahren ausgesetzt. (Symbolbild)
Radfahrer sind auf der Kantstraße vielen Gefahren ausgesetzt. (Symbolbild)  © dpa/Marijan Murat

Am Montag dieser Woche war es so weit: Die Radler standen morgens halb neun auf der Straße. An ihnen war kein Vorbeikommen möglich. Der Verkehr am Savignyplatz wurde umgeleitet.

"Wir sitzen das aus, bis hier was passiert. Und wenn die ganze Stadt zugestaut ist", sagte Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte im rbb-Interview. "Sollen die anderen wütend sein, wir sind es eh schon", fügte er hinzu.

Clevere Städte und der ADFC rufen dazu auf, die Kantstraße lahmzulegen. Vor ein paar Tagen verstarb der mittlerweile fünfte Radfahrer infolge eines Verkehrsunfalls auf eben dieser Straße.

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Die Aktivisten könnten sich vorstellen, den rechten Fahrstreifen, auf dem derzeit Autos parken, zum Radstreifen zu machen. Der linke Streifen wäre weiterhin für den Autoverkehr befahrbar. Und der mittlere Streifen könne als Parkstreifen dienen. Das hätte gleich den Vorteil, dass rollender Rad- und Autoverkehr voneinander geschützt wären.

Aktivisten besetzen die Kantstraße jeden Montagmorgen. Sie wollen einen Extra-Radstreifen. (Symbolbild)
Aktivisten besetzen die Kantstraße jeden Montagmorgen. Sie wollen einen Extra-Radstreifen. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Karmann

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