Keira (14) "aus reiner Mordlust" erstochen: Jugendstrafe für Mitschüler rechtskräftig

Karlsruhe/Berlin - Es ist ein Fall, der in ganz Deutschland für Entsetzens sorgte: Die 14-jährige Keira aus Berlin wurde von einem Mitschüler erstochen (TAG24 berichtete). Nun ist der junge Täter rechtskräftig verurteilt.

Ein Luftballon fliegt bei der Beisetzung der getöteten Berliner Schülerin Keira über den Friedhof. (Archivbild)
Ein Luftballon fliegt bei der Beisetzung der getöteten Berliner Schülerin Keira über den Friedhof. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa

Der Leipziger Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat die verhängte Jugendstrafe von neun Jahren bestätigt, wie das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. (Az. 5 StR 257/19)

Revision eingelegt hatte der Angeklagte. Das Berliner Landgericht war zu der Überzeugung gelangt, dass der Jugendliche "aus reiner Mordlust" gehandelt hatte. "Es ist ihm nur darum gegangen, einen Menschen zu töten", hieß es in dem Urteil von November 2018. Diese Annahme bewerteten die BGH-Richter als rechtsfehlerfrei.

Dem Berliner Urteil zufolge hatte der Schüler, der nur ein Jahr älter als sein Opfer war, 23 Mal auf das Mädchen eingestochen. Er habe sehen wollen, ob er das Töten eines Menschen aushält. Wahrscheinlich war er mit Keira, die in ihn verliebt war, zum Hausaufgaben machen verabredet.

Die Mutter fand ihre Tochter später geknebelt und blutüberströmt in der Wohnung. Ärzte konnten nichts mehr tun.

Die Mutter der getöteten 14-Jährigen Keira aus Berlin-Hohenschönhausen trauert am Grab ihrer Tochter. (Archivbild)
Die Mutter der getöteten 14-Jährigen Keira aus Berlin-Hohenschönhausen trauert am Grab ihrer Tochter. (Archivbild)  © Arne Immanuel Bänsch/dpa

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

Mehr zum Thema Berlin Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0