Kinderschutzbund warnt: AfD-Funktionäre wollen Flüchtlingskinder beeinflussen!

Berlin - Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich mit einer Resolution gegen Rechtspopulisten zur Wehr, die über den Verband versuchen, Einfluss auf junge Flüchtlinge nehmen.

Laut Kinderschutzbund versuchen sich Rechtspopulisten an (Symbolbild)
Laut Kinderschutzbund versuchen sich Rechtspopulisten an (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Der Verband wisse, "dass aktuell rechtspopulistische Organisationen versuchen, im Deutschen Kinderschutzbund Fuß zu fassen", heißt es in einer Resolution, die auf der jährlichen Mitgliederversammlung in Essen verabschiedet wurde.

Gewisse Leute würden versuchen, sich im Kinderschutzbund "als Vormünder für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu bewerben und ausbilden zu lassen, um in der Arbeit mit den jungen Menschen ihr Wertebild zu propagieren".

Die Versammlung fand bereits im Mai statt, die Resolution war bislang aber nicht veröffentlicht worden, liegt der Deutschen Presse-Agentur jedoch vor.

"Wir wollen nicht, dass AfD-Funktionäre bei uns mitarbeiten. Das haben wir mit diesem Beschluss deutlich zum Ausdruck gebracht", so DKSB-Präsident Heinz Hilgers (69) im Spiegel kämpferisch. Das Magazin hatte zuerst darüber berichtet.

Rechtspopulisten hätten dazu "aufgefordert, sich im DKSB als Vormünder für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu bewerben und ausbilden zu lassen, um in der Arbeit mit den jungen Menschen ihr Wertebild zu propagieren", wird in der Resolution gewarnt.

Der Kinderschutzbund stellt darin zugleich klar: "Fachlich fundierter und zivilgesellschaftlich verankerter Kinderschutz sowie der Einsatz für Kinderrechte sind mit einer rechtspopulistischen Ideologie nicht vereinbar."

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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