Kirchentag und Pokalfinale. Wo schlafen die eigentlich alle?

Manche verbinden gleich beides bei ihrem Berlin-Ausflug: Ein BVB-Fan beim Feierabendmahl an der Bernauer Straße.
Manche verbinden gleich beides bei ihrem Berlin-Ausflug: Ein BVB-Fan beim Feierabendmahl an der Bernauer Straße.  © DPA

Berlin - Es ist richtig viel los in Berlin dieser Tage. Kirchentagsbesucher und Fußballenthusiasten aus ganz Deutschland und der Welt pilgern in die Hauptstadt und müssen auch irgendwo schlafen. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Eine interessante Beobachtung machte Miranda Meier vom Neuköllner Hotel "Estrel". Die meisten von ihren 2000 Gästen seien Fußballfans, da die Kirchentagsbesucher eher spartanische Unterkünfte bevorzugen.

So findet die Mehrheit der rund 100.000 Dauerteilnehmer, die den seit Mittwoch stattfindenden Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin besuchen, ihre Nachtruhe in Gemeinschaftsunterkünften, die in rund 200 Schulen der Hauptstadt eingerichtet wurden.

Ungefähr 60.000 Kirchentagsgäste seien in Klassenzimmern und Turnhallen untergekommen, wie die Berliner Morgenpost berichtet. Andere bevorzugen Privatunterkünften, die ihnen Berliner in ihren Wohnungen und Häusern zur Verfügung gestellt haben.

Die Kirchentags-Gäste bevorzugen eher spartanische Unterkünfte oder kommen privat bei Berlinern unter.
Die Kirchentags-Gäste bevorzugen eher spartanische Unterkünfte oder kommen privat bei Berlinern unter.  © DPA

"Wir rechnen an diesem verlängerten Wochenende mit insgesamt zwei Millionen Besuchern", erklärt Anja Mikulla vom Berliner Tourismuswerber Visit Berlin.

"Sicherlich gibt es irgendwo noch Zimmer, die kurzfristig frei geworden sind, weil eine Buchung storniert wurde", so Mikulla.

Doch insgesamt ist Berlin ausgebucht. "Wie immer, wenn Großereignisse in der Stadt sind, waren die zentralen Unterkünfte am schnellsten ausgebucht", erläutert Kerstin Jäger vom Berliner Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

Die Hotelzimmer kosten dementsprechend viel Geld. Im "Estrel" etwa kostet ein Doppelzimmer normalerweise 120 Euro – die letzten Zimmer an diesem Superwochenende sind jedoch für 190 Euro weggegangen.

Ob mehr Dortmund- oder Frankfurt-Fans im Hotel sind, sei nicht bekannt. "Das werden wir wohl erst sehen, wenn sich die Fans morgen für den Stadionbesuch in ihren jeweiligen Mannschaftstrikots präsentieren."

Egal wo die Menschen ihre Bleibe gefunden haben, die Stadt Berlin freut sich über jeden Besucher und auf ein spannendes und abwechslungsreiches Wochenende.


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