Alarmierende Cannabis-Studie! So viele junge Leute in Deutschland sind Kiffer

Berlin/Köln - Junge Erwachsene in Deutschland haben zuletzt deutlich mehr Cannabis konsumiert als noch wenige Jahren zuvor! Vor allem Männer greifen immer häufiger zum Joint.

Junge Leute in Deutschland drehen sich immer häufiger einen Joint.
Junge Leute in Deutschland drehen sich immer häufiger einen Joint.  © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

So hat laut jüngster Studie im Jahr 2016 etwa jeder sechste (16,8 Prozent) der 18- bis 25-Jährigen in den zwölf Monaten davor mindestens einmal Cannabis zu sich genommen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Donnerstag in Köln mitteilte.

Zum Vergleich: Vor zehn Jahren (2008) war es noch etwa jeder neunte (11,6 Prozent) gewesen.

Junge Männer greifen besonders oft zu der Droge: Zuletzt gab fast jeder vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent).

Zum Weltdrogentag am kommenden Dienstag sagte die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (62, CSU): "Dieser Anstieg ist keine gute Nachricht und verdeutlicht mal wieder, dass Cannabis nicht weiter verharmlost werden darf."

Von den 12- bis 17-jährigen männlichen Jugendlichen hat zuletzt etwa jeder zehnte (9,5 Prozent) Cannabis genommen. Im Jahr 2011 war es etwa jeder 16. (6,2 Prozent) gewesen. Dabei nehmen viele Eltern den Konsum ihrer Kinder nicht ernst genug, wie TAG24 berichtete.

"Als psychoaktive Substanz kann Cannabis die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und zu Persönlichkeitsstörungen führen, insbesondere, wenn bereits in jungen Jahren regelmäßig konsumiert wird", warnt BZgA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss.

Währenddessen will sich Berlin nicht an die von den Justizministern der Bundesländer festgelegte Cannabis-Obergrenze von sechs Gramm halten – hier bleiben auch weiterhin 15 Gramm straffrei (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand


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