Jugendlicher (14) aus Südafrika rassistisch beleidigt und ins Krankenhaus geprügelt

Berlin - Schon wieder so ein unfassbarer Fall von Fremdenhass in der Hauptstadt! Weil ein dunkelhäutiger Südafrikaner (14) am Freitag zufällig ein streitendes Pärchen in Köpenick beobachtete, wurde er selbst zum Opfer.

Ein Mann attackierte einen dunkelhäutigen Teenager (14) in Berlin-Köpenick, weil er ihn anschaute. (Symbolbild)
Ein Mann attackierte einen dunkelhäutigen Teenager (14) in Berlin-Köpenick, weil er ihn anschaute. (Symbolbild)  © dpa/123RF (Symbolbild)

Nach derzeitigem Ermittlungsstand bemerkte der Teenager an der Bushaltestelle in der Wendenschloßstraße wartend gegen 11 Uhr mit weiteren Passanten die lautstarke Auseinandersetzung auf der anderen Straßenseite.

Als der Streithahn die Blicke des Jugendlichen bemerkte, beschimpfte er ihn fremdenfeindlich, wie die Polizei mitteilte.

Weil er es nicht verstand, fragte der Teenager nach, was der Mann zu ihm gesagt habe.

Daraufhin kam der Unbekannte über die Straße und trat dem Jungen vor den Augen der anderen unvermittelt in den Bauch!

Doch damit nicht genug: Er schubst den 14-Jährigen zu Boden, woraufhin es zwischen beiden Kontrahenten zu einer Rangelei kam. Beherzt gingen die Augenzeugen dazwischen und zogen den Angreifer von dem Opfer herunter.

Noch bevor die alarmierte Polizei eintraf, machte sich der Täter mit der Frau aus dem Staub und verschwand laut Zeugenaussagen in einem Haus Am Amtsgraben. Die Suche der Polizei verlief jedoch ergebnislos.

Sanitäter brachten den Jugendlichen mit Arm-, Bein- und Kopfverletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.

Erst zwei Wochen zuvor war eine Gruppe dunkelhäutiger Engländer aus einem Berliner Fast-Food-Restaurant geworfen worden, was zu massiven Rassismusvorwürfen führte (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/123RF (Symbolbild)


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