Kommt bald das Pfand für Coffee-to-go-Becher?

 Hanna Grießbaum von der DUH. Die Organisation kämpft gegen die Müllberge von Pappbechern.
Hanna Grießbaum von der DUH. Die Organisation kämpft gegen die Müllberge von Pappbechern.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Berlin - Der Berliner Abgeordnete Georg Kössler und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) übergeben am Donnerstag 55.000 Unterschriften an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Sie fordern ein Ende der Becherflut und die Einführung eines bundesweiten Mehrwegsystems für Kaffeebecher.

Jahr für Jahr werden in Deutschland knapp drei Milliarden Coffee-to-go-Becher verbraucht. Das ergibt eine jährliche Müllflut von 40.000 Tonnen.

Für die Herstellung dieses Becher-Müllbergs werden zehntausende Tonnen Holz, Kunststoff und Milliarden Liter Wasser benötigt.

"Es ist an der Zeit, dass diese unnötige Ressourcenverschwendung und Vermüllung ein Ende hat und Umweltministerin Barbara Hendricks Verantwortung übernimmt", erklärt die DUH und schlägt als Lösung die Einführung eines Mehrwegsystems mit bepfandeten Coffee to go-Bechern vor.

Ministerin Hendricks bietet der DUH ein persönliches Gespräch allerdings erst nach der Durchführung weiterer Studien zur Erforschung des Coffee-to-go-Becher-Problems an. Doch das kann mehrere Jahre dauern.

"Das Problem darf nicht einfach auf die lange Bank geschoben werden", erklärt die DUH.

Thomas Fischer, Leiter der DUH-Kreislaufwirtschaft: "Viele Verbraucher nehmen schon ihren eigenen Becher von zu Hause mit und lassen ihn wieder befüllen. Leider ist es nicht immer praktisch, so einen Kaffeebecher den ganzen Tag mit sich herumzutragen. Und manchmal wird er auch vergessen. Dabei könnte es so einfach sein: Mehrwegsysteme für Getränke sind nichts Neues. Fast jeder kennt Mehrwegflaschen für Mineralwasser, Bier und Brause."

"Das sollte doch auch für Kaffee klappen: Kaffeetrinker zahlen an der Verkaufsstelle einen Pfand auf den Mehrwegbecher to go und können diesen in allen teilnehmenden Filialen wieder abgeben und erhalten ihr Pfand zurück. Ganz einfach."

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa


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