Krebserregendes Arsen in Baby-Lebensmitteln

foodwatch forderte die Hersteller auf, auf der Verpackung über die Verzehrempfehlung des BfR zu informieren.
foodwatch forderte die Hersteller auf, auf der Verpackung über die Verzehrempfehlung des BfR zu informieren.  © 123rf.com/jongjet303

Berlin - Die Verbraucherorganisation foodwatch hat bei einem Labortest von Reisflocken und Reiswaffeln für Babys in allen untersuchten Proben krebserregendes Arsen nachgewiesen. Einige Produkte waren dabei deutlich stärker belastet als andere.

So enthielt eine Probe des "Bio-Babybrei Reisflocken" (Holle) fast viermal so viel Arsen wie der "Sun Baby Bio Reisbrei" (Sunval).

Die "Hipp Apfel Reiswaffeln" waren fast dreimal so stark belastet wie die "Reiswaffeln Apfel-Mango" der Hipp-Tochterfirma Bebivita.

Zwar lässt sich bei Reis eine Arsenbelastung nicht gänzlich vermeiden, die deutlichen Unterschiede zeigen jedoch: Die Hersteller haben es in der Hand, die Belastung zu minimieren.

foodwatch hat insgesamt 18 Baby-Lebensmittel aus Reis untersuchen lassen: fünf Reisflocken-Produkte zur Zubereitung von Säuglingsbrei und 13 Reiswaffeln, die für Babys "ab dem 8. Monat" vermarktet werden.

In allen untersuchten Proben fand sich anorganisches Arsen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es für anorganisches Arsen keine sicheren Aufnahmemengen. Der Stoff ist krebserregend. Eine chronische Aufnahme kann zu Hautveränderungen und Nervenschäden führen.

Da Arsen sich in Reis nicht vollständig vermeiden lässt, vertritt das Institut die Auffassung, dass die Hersteller die Belastung so niedrig wie möglich halten sollen.

Eltern empfiehlt das BfR, Lebensmittel aus Reis wie Reiswaffeln oder Reisbrei nur in Maßen zu füttern und mit reisfreien Produkten abzuwechseln.

Titelfoto: 123rf.com/jongjet303


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