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Sea-Watch befürchtet Abschreckungseffekt durch Rackete-Festnahme

Entscheidung über Inhaftierung von Kapitänin naht

Die Festnahme von Sea-Watch-3-Kapitänin Carola Rackete in Italien schlägt weiter hohe Wellen. Ihre Organisation befürchtet durch die Inhaftierung Schlimmes.

Berlin/Hamburg - Wie geht es mit Carola Rackete und den Flüchtlingen im Mittelmeer weiter? Die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch befürchtete, dass die Festnahme der Kapitänin den Tod vieler Migranten im Mittelmeer nach sich ziehen wird.

Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer spricht auf einer Pressekonferenz zu den Geschehnissen um die "Sea Watch 3".
Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer spricht auf einer Pressekonferenz zu den Geschehnissen um die "Sea Watch 3".

Dass Rackete abgeführt und ihr Schiff "Sea-Watch 3" beschlagnahmt wurde, könne dazu führen, dass sich Kapitäne von Handelsschiffen "in Zukunft zwei Mal überlegen werden", ob sie Menschen aus Seenot retten, sagte der Sprecher der Organisation Ruben Neugebauer am Dienstag.

Bereits jetzt sei es so, dass einige Besatzungen bewusst wegschauten. Auch italienische und maltesische Militärschiffe hätten teilweise erst reagiert, als ihnen Sea-Watch mitgeteilt habe, dass sie auf Video aufgezeichnet würden.

Die 31-jährige Norddeutsche war mit dem Rettungsschiff "Sea-Watch 3" und 40 Migranten an Bord am Wochenende unerlaubt in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa gefahren.

Dabei berührte sie ein Boot der Finanzpolizei, das sie nach eigenen Angaben nicht gesehen habe. Die italienische Gesetzgebung sieht für das unerlaubte Einfahren in die Gewässer des Landes Geldstrafen vor.

Am Montag verteidigte Rackete in ihrer Vernehmung laut ihrem Anwalt die Einfahrt in den Hafen. Dem Ermittlungsrichter sagte sie, dass die Lage an Nord "sehr angespannt" gewesen sei, berichtete Rechtsanwalt Leonardo Marino in Rom.

Kapitänin Carola Rackete wird in Italien von der Polizei zu ihrer Vernehmung gebracht.
Kapitänin Carola Rackete wird in Italien von der Polizei zu ihrer Vernehmung gebracht.

Am Dienstag muss ein Haftrichter im italienischen Agrigent entscheiden, ob er einen bestehenden Hausarrest für Rackete aufhebt. Die Entscheidung darüber müsse spätestens am Abend getroffen werden, könnte aber auch schon früher fallen, sagte Marino.

Möglich sei, dass die freiheitsentziehenden Maßnahmen gegen Rackete komplett aufgehoben werden. Alternativ könnte gegen Rackete ein Aufenthaltsverbot für die Provinz Agrigent verhängt werden, zu der auch die Insel Lampedusa gehört. Letzteres hatte die Staatsanwaltschaft gefordert.

Gegen Rackete werden in Italien schwere Vorwürfe erhoben. Ihr drohen zwei Prozesse, die in langen Haftstrafen enden könnten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem vor, Widerstand gegen ein Kriegsschiff geleistet zu haben, was mit bis zu 13 Jahren Haft bestraft werden kann.

Die Finanzpolizei ist in Italien militärisch organisiert und zählt dort zu den Streitkräften. Zudem wird wegen Begünstigung illegaler Migration ermittelt.

Die "Sea Watch 3" wird von einem Patrouillienboot angefahren.
Die "Sea Watch 3" wird von einem Patrouillienboot angefahren.

Nach Solidaritätsbekundungen von Prominenten war in den vergangenen Tagen mehr als eine Million Euro Spenden bei den Seenotrettern eingegangen. "Es ist so viel wie noch nie", sagte Neugebauer.

Rackete gehe es "den Umständen entsprechend gut". Sie sei eine "sehr mutige Kapitänin" und habe wegen der schwierigen Situation an Bord keine andere Wahl gehabt, als trotz des Verbots in den Hafen einzulaufen.

Der sogenannte Kampf der Europäischen Union gegen Schlepper auf dem Mittelmeer sei in Wirklichkeit ein "Konjunkturpaket für Schlepper", sagte Neugebauer. Er sei überzeugt: "Man kann Migration nicht aufhalten."

Durch die Politik der geschlossenen Häfen werde die Überfahrt für Menschen, die nach Europa wollten, nur teurer und gefährlicher.

Im ersten Halbjahr 2019 sind nach UN-Angaben über 27.300 Flüchtlinge und Migranten über das Mittelmeer nach Italien, Zypern, Malta, Spanien und Griechenland gekommen. Seit Jahresbeginn seien schätzungsweise 584 Menschen bei dem Versuch ertrunken.

Fotos: DPA

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