SPD-Nachwuchs beantragt öffentlich-rechtliche Pornos

Sehen wir bald statt Rosamunde-Pilcher-Filme, feministische Pornos im TV? Wohl eher nicht. (Symbolbild)
Sehen wir bald statt Rosamunde-Pilcher-Filme, feministische Pornos im TV? Wohl eher nicht. (Symbolbild)  © 123RF

Berlin - Meinen die das tatsächlich ernst? Auf dem Landesparteitag am Samstag reichte die SPD-Jugend einen Antrag ein, bei dem man nur schmunzeln kann. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat der Berliner SPD-Nachwuchs ein neues Thema für sich entdeckt: Pornos.

Die Jungpolitiker scheinen keine Fans von den sonst üblichen "Mainstream-Pornos" zu sein. Die erinnern doch zu sehr an Leistungssport und alles scheint in den Erotik-Filmen auf Anhieb zu funktionieren.

Auch die weibliche Lust käme viel zu kurz, findet Juso-Landeschefin Annika Klose. "Wenn wir über die Gleichstellung der Frau reden, dann müssen wir auch solche Dinge thematisieren", stellt die 25-Jährige klar.

Für den Dreh der Pornos sollen dann die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten aufkommen. "Auch feministischer Porno muss gebührenfrei, dauerhaft und niedrigschwellig verfügbar sein", heißt es im Antrag.

So soll es bereits 2009 ein ähnliches Projekt in Schweden gegeben haben, bei dem die feministische Erotik-Filmsammlung "Dirty Diaries" gefördert wurde. Mit 50.000 Euro unterstützte damals das staatliche Filminstitut mehrere Kurzfilme.

Frank Zimmermann ist Mitglied der RBB-Rundfunkrates und sieht den Antrag skeptisch. "Das ist keine öffentliche Aufgabe. Die kann nicht aus dem Rundfunkbeitrag bezahlt werden", so der Medienexperte.

Auch CDU-General Stefan Evers reagiert mit Kopfschütteln: "Politisch korrekte Pornos, darauf hat die Welt bestimmt gewartet!"

Titelfoto: 123RF


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0