Berlin lehnt Milliarden-Angebot für Tegel ab

Ryanair wollte 1,5 Mrd. Euro in den Flughafen Tegel investieren. Das wurde aber abgelehnt.
Ryanair wollte 1,5 Mrd. Euro in den Flughafen Tegel investieren. Das wurde aber abgelehnt.  © DPA

Berlin – Die Fluggesellschaft Ryanair hat Berlin Investitionen über 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die sollen in den Flughafen Tegel investiert und damit bis 2022 fünf Millionen zusätzlicher Passagiere nach Berlin gebracht werden.

Doch dieses Angebot wurde abgelehnt, denn die Bedingung der Fluggesellschaft lautete: Tegel muss offen bleiben, berichtet die B.Z. Das kommt für die Flughafengesellschaft aber nicht in Frage. Nach der Inbetriebnahme von BER wird Tegel in jedem Fall geschlossen.

Ryanair hatte laut der Zeitung zugesichert, in den kommenden fünf Jahren fünf Millionen zusätzlicher Passagiere nach Berlin zu bringen. Dies entspräche der Investition von 1,5 Mrd. Euro in die Infrastruktur des Flughafens, es könnten mehr als 3700 Arbeitsplätze entstehen und eine Dreiviertel Milliarde Euro zusätzlicher Touristenausgaben einbringen.

Trotz dieser Zahlen wurde abgelehnt, weil die Kapazität nicht ausreichen würde und Tegel geschlossen wird. In den Augen des Tegel-Befürworters Sebastian Czaja (33, FDP) werde mit dieser Entscheidung der Wirtschaftsstandort Berlin geschädigt.

Er sagte gegenüber der B.Z.: "Die Flughafengesellschaft und der Senat beweisen damit endgültig, dass Sie eine Vollbremsung für die Zukunft dieser Stadt sind. Erst Google, jetzt Ryanair – erneut werden großartige Investitionsangebote für Berlin lieber boykottiert, als entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen."

Titelfoto: DPA


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