Staatssekretärin macht Muslimen klare Ansage

Sawsan Chebli (38) ist immer noch wütend über den Terror-Anschlag in London.
Sawsan Chebli (38) ist immer noch wütend über den Terror-Anschlag in London.  © DPA

Berlin / London - Noch immer steht die Welt wegen des Terror-Anschlags in London (TAG24 berichtete) vom vergangenen Mittwoch unter Schock. Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (38, SPD) hat ihren Gefühlen zu dem Attentat auf ihrer Facebook-Seite freien Lauf gelassen.

Sie fühle sich wütend, weil "Monster, die sich Muslime nennen, meine Religion pervertieren und im Namen des Islams morden."

Die SPD-Politikerin hat den Islam selbst immer als eine "friedfertige, vergebende und barmherzige Religion" verstanden und dies auch so vorgelebt.

Sie könne nicht verstehen, dass Menschen im Namen einer Religion morden und dies dann unter Berufung auf den Glauben begründen. Deswegen fordert sie andere Muslime auf, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und dem entgegenzuwirken.

Auch wenn Chebli viel Zuspruch in den Kommentaren erhält, weil die 38-Jährige mit ihrem langen Statement den "Finger in die Wunde legt", gibt es auch kritische Stimmen, die zum Beispiel behaupten, dass generell Religion, ganz gleich welcher Art die Ursache solch schlimmer Ereignisse sei.

Wie die Welt schreibt, ist die ursprüngliche aus Palästina stammende Politikerin auch nicht unumstritten. Sogar in den eigenen SPD-Reihen gibt es Zweifel an der Frau, der vorgeworfen wird, eine konservative Muslima zu sein, die den Islam in Deutschland hoffähig machen wolle.

Ungeachtet dessen hat sie mit ihrem Statement, dass mit den Worten: "Wir werden weiter lieben, weiter für Toleranz und Weltoffenheit werben!", schließt, versucht die Öffentlichkeit wachzurütteln.

Beim Terror-Anschlag in London starben am Mittwoch 4 Menschen, darunter auch der Attentäter selbst. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Der Islamistische Staat (IS) hat sich zum Anschlag bekannt.

Titelfoto: DPA


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