Nach Crash: Busfahrer und Unfallverursacher prügeln sich auf Straße

Berlin - Weil er bei einem Crash mit einem BVG-Bus ein Nummernschild am Tatort verlor, kehrte der Unfallverursacher am Mittwochabend in Berlin-Mahlsdorf nochmal zurück, um es zu holen. Doch dann flogen die Fäuste.

Weil sich ein Bus- und ein Nissan-Fahrer nach einem Unfall in die Haare gerieten, musste die Berliner Polizei eingreifen. (Symbolbild)
Weil sich ein Bus- und ein Nissan-Fahrer nach einem Unfall in die Haare gerieten, musste die Berliner Polizei eingreifen. (Symbolbild)  © DPA (Bildmontage)

Doch der Reihe nach: Kurz nach 22 Uhr war ein Busfahrer (43) unterwegs mit einem Linienbus auf der Lemkestraße in Richtung Lübecker Straße.

Laut Zeugenaussagen musste der 43-Jährige an der Ecke Greifswalder Straße einem am rechten Fahrbahnrand geparkten Auto ausweichen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Dabei geriet der Bus kurz auf die Gegenspur und wurde von einem Nissan-Fahrer (37), der gerade den Kreuzungsbereich erreichte, an der linken Seite gerammt.

Doch statt anzuhalten und sich um den Unfall zu kümmern, machte sich der 37-Jährige einfach aus dem Staub.

Der Busfahrer parkte den Bus hinter der Kreuzung und ging zur Unfallstelle, wo er ein Kfz-Kennzeichen des Nissan fand.

Pflichtbewusst alarmierte er die Polizei. Doch mitten im Telefonat kehrte der flüchtige Fahrer zurück und wollte dem 43-Jährigen das Nummernschild entreißen, nachdem dieser es ihm nicht aushändigen wollte.

Noch ehe die Ordnungshüter am Tatort eintrafen, war der Spuk vorbei. Ein erster Alkoholtest des 37-Jährigen ergab ungefähr 0,05 Promille – eine zweite Messung dann null Promille.

Und der tapfere Busfahrer? Der klagte zwar über Schmerzen an Rumpf und Beinen, verzichtete jedoch auf eine ärztliche Behandlung und setzte seine Tour fort.

Die weiteren polizeilichen Ermittlungen laufen.

Titelfoto: DPA

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