Höhere Krankenkassen-Beiträge für Raucher? Das sagt Gesundheitsminister Spahn dazu

Mannheim/Berlin - Höhere Krankenkassen-Beiträge für Raucher oder die Betreiber bestimmter Sportarten? Gesundheitsminister Jens Spahn (37, CDU) hält nichts davon.

Gesundheitsminister Jens Spahn (37, CDU) will Raucher nicht bestrafen. (Bildmontage)
Gesundheitsminister Jens Spahn (37, CDU) will Raucher nicht bestrafen. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

"Wenn Sie anfangen, Verhalten zu stark zu bestrafen, widerspricht das dem Kerngedanken des Solidarsystems", sagte Spahn am Sonntagvormittag auf dem Mannheimer Maimarkt, der größten regionalen Verbrauchermesse Deutschlands.

Er plädiere viel mehr dafür, Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten zu schaffen: "Wir sollten zudem helfen, dass Leute aus dem Rauchen und anderen Süchten rauskommen. Strafe durch höhere Beiträge: Wo wollen sie da aufhören?"

Als Beispiel nannte der CDU-Politiker Verletzungen beim Fußball: "Ich möchte ja den Breitensport und die Leute nicht auch noch dafür bestrafen."

Spahn hält auch nichts davon, einzelne Dinge herauszugreifen: "Ich werbe lieber dafür, sich gesund zu verhalten. Beim Rauchen klappt's ja: Die Zahl der Raucher ist stark zurückgegangen, auch bei Jüngeren. Wer mit 18 nicht raucht, fängt danach zu 90 Prozent nicht mehr an."

Eine Lanze brach Spahn für die duale Ausbildung mit Praxisbezug in Betrieben: "Das ist ein echter Erfolgsschlager", lobt der Minister. Er sei "sehr dafür", dass junge Menschen ihr Abitur machen und studieren – insofern sie können und wollen.

Jedoch mit Einschränkungen: "Aber was mir zunehmend auf den Zwirn geht, ist eine absolute Abi-Fixierung. Wir sollten nicht alle Bereiche zum Bachelor machen."

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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